Soziales

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

Unsere Arbeitsschutzpolitik ist darauf ausgerichtet, die Zahl der Unfall­ereignisse und die Schwere der Unfälle kontinuierlich zu vermindern. In Anbe­tracht der Corona-Krise hat die zentrale Einheit Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement mit den Geschäftsfeldern und Serviceeinheiten viel bewegt, um alle Mitarbeitenden zu schützen. Durch die funktionsübergreifende Zusammenarbeit konnten wir präventive Maßnahmen in kürzester Zeit konzernweit umsetzen. Dabei haben wir nicht nur gesetzliche Vorgaben in Abstimmung mit den Betriebsparteien sowie der Unfallversiche­rung Bund und Bahn strikt eingehalten, sondern unabhängig von unterschiedlichen Länderverordnungen deutschlandweite Mindestanforderungen für Schutzmaßnahmen festgelegt. Es wurden konzernweite Muster für die Gefährdungsbeurteilungen erstellt und Arbeitsschutzunterweisungen zu den sogenannten AHA+L-Regeln durchgeführt.

2020 wurden die geplanten Anpassungen an den Rahmenrichtlinien zum Arbeitsschutz vorgenommen. Weiterhin wurden konzernweite Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des präventiven Arbeitsschutzes im Sinne des Zero Accident in der Arbeitsgruppe Arbeitsschutz erörtert. Mit dem Präventionsansatz Zero Accident wird das strategische Ziel »keine Arbeitsunfälle oder arbeitsbedingten Erkrankungen« verfolgt. Höchste Priorität hat dabei die Vermeidung tödlicher und schwerer Arbeitsunfälle so­­­wie Berufskrankheiten. Wenn trotzdem ein tödlicher oder schwerer Arbeitsunfall eintritt, kooperieren wir eng mit den zuständigen Behörden und tun alles, um vergleichbare Unfallursachen künftig auszuschließen. Daher sind wir auch im Zero Accident Forum des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung vertreten. Das Zero Acci­dent Forum ist ein Netzwerk von Unternehmen, um voneinander zu lernen, damit die Zahl der Arbeits- und Wegeunfälle auf null reduziert wird.

DB Cargo hat ein Web-based Training für Büroarbeitsplätze zur Ergänzung der Unterweisung durch die Führungskräfte implementiert. Dieser Ansatz wurde in einem Blended-Learning-Konzept für den gesamten DB-Konzern weiterentwickelt. Der Pilot erfolgt 2021. Auch andere bewährte Maßnahmen der Geschäftsfelder wurden in der konzernweiten Arbeitsgruppe besprochen, angepasst und anschließend allen zur Verfügung gestellt. Hierzu gehören auch die Digitalisierung von Gesundheitsangeboten sowie die Implementierung einer gemeinsamen IT-Lösung.

Krankenstand auf Basis Stunden (in %)

2020

2019

2018

 

DB Fernverkehr

5,8

6,7

6,8

DB Regio

7,6

7,9

8,0

DB Cargo

6,4

7,1

7,4

DB Netze Fahrweg

5,0

5,6

5,7

DB Netze Personenbahnhöfe

5,5

6,5

6,8

DB Netze Energie

3,4

4,2

4,3

Sonstige 

5,4

6,3

6,4

DB Schenker

8,1

6,7

6,6

DB-Konzern

6,0

6,5

6,7

Deutschland (Gesellschaften mit rund 97% der inländischen Mitarbeitenden).

Der Krankenstand ist trotz der Corona-Pandemie gesunken.

Arbeitsunfälle und LTIF

2020

2019

2018

 

Tödliche Arbeitsunfälle 1)

6

7

6

     davon in Deutschland 2)

2

5

4

Lost Time Injury Frequency (LTIF2)3)

21,5

25,0

24,4

1) Weltweit (Gesellschaften mit rund 98% der Mitarbeitenden).
2) Deutschland (Gesellschaften mit rund 97% der inländischen Mitarbeitenden).
3) Lost Time Injury Frequency = LTI (Arbeitsunfälle ab 1 Kalendertag Abwesenheit) x1.000.000/Arbeitsstunden.

Wir sind uns unserer Verantwortung im Arbeits- und Gesundheitsschutz bewusst. Die Einhaltung interner Standards und nationaler Gesetze dient dem Schutz der Mitarbeitenden. Ein Beitrag für den Erfolg sind eine sichere Arbeitsgestaltung sowie gesunde und motivierte Mitarbeitende. Das Ziel, die Wahrnehmung der Sicherheit und das Bewusstsein für die eigene Verantwortung dafür bei Führungskräften und Mitarbeitenden zu verbessern, wurde durch digitale Veranstaltungen und eine aktive Kommunikation zum Arbeitsschutz umgesetzt. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Sicherheit zu optimieren. Mit der Unfallhäufigkeit (Lost Time Injury Frequency; LTIF) haben wir eine Steuerungsgröße etabliert, mit dem Ziel, die Unfallhäufigkeit weiter zu reduzieren.

In die Ermittlung der LTIF werden rund 65 Gesellschaften in Deutschland einbezogen. Bei der genauen Betrachtung des LTIF ergibt sich ein differenziertes Bild, auch im internationalen Vergleich, da alle Tätigkeitsgebiete innerhalb des DB-Konzerns in die Ermittlung einbezogen werden und nicht nur Teilbereiche. Im Rahmen der Arbeitsschutzpolitik ist es unser Ziel, die LTIF kontinuierlich und nachhaltig zu senken. Dazu tragen unsere Maßnahmen gemäß Zero Accident bei. Wir beziehen dazu die Geschäftsfelder und Serviceeinheiten in der konzernweiten Arbeitsgruppe Arbeitsschutz ein und fördern dadurch eine übergreifende Sicherheitskultur, um die Sicherheit unserer Mitarbeitenden zu gewährleisten.

Die LTIF in Deutschland ist gesunken. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung im DB-Konzern möchten wir 2021 die erforderlichen IT-An­wendungen zum Arbeitsschutz weiterentwickeln und damit die Umsetzung digitaler Formate vorantreiben. Wir arbeiten daran, die Verantwortung und die Vorbildfunktion von Führungskräften stärker herauszustellen. So sind weitere Lernkonzepte für Führungskräfte vorgesehen.

In Deutschland ist der Arbeitsschutzausschuss ab einer Betriebsgröße von 20 Mitarbeitenden gesetzlich verpflichtend vorgeschrieben. Maßgeblich ist die Definition des Betriebs (Produktionsstätte, Niederlassung, Wahlbetrieb). Der DB-Konzern besteht in Deutschland überwiegend aus solchen Betrieben mit über 20 Mitarbeitenden, sodass ein Großteil aller Mitarbeitenden (über 75%) in Arbeitsschutzausschüssen vertreten ist.

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