Ressourcenschutz
Managementansatz und Ziele
Der DB-Konzern will zusammen mit dem Bund in den kommenden Jahren sehr umfangreich in die Modernisierung der Schieneninfrastruktur investieren. V. a. durch die sehr umfangreichen Bauaktivitäten besteht daher ein sehr hoher Ressourcenbedarf (insbesondere für Betonschwellen, Gleisschotter und Schienenstahl), der mit zur Erschöpfung bestimmter Primärrohstoffe (z. B. Eisenerz, Basalt, Sand) beitragen kann. Diese Auswirkung geht auch mit Treibhausgasemissionen in der Lieferkette einher, die wir im Rahmen unseres Net-Zero-Ziels adressieren. Darum planen wir, in den kommenden Jahren verstärkt emissionsreduzierte Baustoffe und Materialien zu nutzen. Damit verbindet der DB-Konzern seine Klimaschutzmaßnahmen mit Strategien der Kreislaufwirtschaft. In der nachgelagerten Wertschöpfungskette arbeiten wir mit Entsorgungsunternehmen und Aufbereitern zusammen, um unsere Bauabfälle zu recyceln und teilweise als aufgearbeitetes Material wieder in der Infrastruktur einsetzen zu können. Weitere Informationen zum Abfallmanagement im Abschnitt Ressourcenmanagement im Output.
Materialkreisläufe – Ressourcenmanagement im Input
| Materialeinsatz in der Schieneninfrastruktur | 2025 | 2024 | Veränderung | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|
| absolut | % | ||||
| Gleisschotter in Tsd. t | 3.531 | 3.236 | +295 | +9,1 | 3.880 |
| Neumaterial | 3.117 | 2.876 | +241 | + 8,4 | 3.413 |
| Recyclingmaterial | 414 | 360 | +54 | +15,0 | 467 |
| Recyclinganteil in % | 11,7 | 11,1 | +0,6 | – | 12,0 |
| Betonschwellen in Tsd. t | 978 | 830 | +148 | +17,8 | 1.069 |
| Neumaterial | 918 | 759 | +159 | +20,9 | 976 |
| Recyclingmaterial | 60 | 70 | –10 | –14,3 | 93 |
| Recyclinganteil in % | 6,1 | 8,5 | –2,4 | – | 8,7 |
| Betonschwellen in Tsd. | 3.302 | 3.053 | +249 | +8,2 | 3.475 |
| Neumaterial | 3.100 | 2.573 | +527 | +20,5 | 3.175 |
| Recyclingmaterial | 202 | 240 | –38 | –15,8 | 300 |
| Schienenstahl in Tsd. t | 243 | 247 | –4 | –1,6 | 280 |
| Neumaterial | 238 | 244 | –6 | –2,5 | 278 |
| Recyclingmaterial | 65 | 63 | +2 | +3,2 | 70 |
| Recyclinganteil in % | 26,6 | 25,6 | +1,0 | – | 24,9 |
Bis 2023 abgebildeter Zeitraum 1. Oktober bis 30. September.
Die Gesamtmenge und der Anteil des Recyclingmaterials für Gleisschotter sind 2005 gestiegen. Da die Förderung von aufbereitetem, meist kostenintensiverem Gleisschotter aufgrund der Finanzierungsvereinbarungen mit dem Bund nicht immer möglich war, konnte keine größere Steigerung erzielt werden.
Der Recyclinganteil eingesetzter Betonschwellen ist 2025 weiter gesunken. Die Verfügbarkeit von aufgearbeiteten Betonschwellen ist weiterhin eingeschränkt. Grund hierfür ist eine erweiterte Sperrliste von ausgebauten Betonschwellentypen und -jahrgängen für die Aufarbeitung, die als Sicherheitsvorkehrung eingeführt wurde. Hintergrund ist ein seit Sommer 2022 laufendes vorsorgliches Programm zur Inspektion und zum Austausch von Betonschwellen.
Der leichte Anstieg des Recyclinganteils bei Schienenstahl ist zurückzuführen auf den Anstieg der Menge an aufgearbeiteten Schienen sowie auf das Pilotprojekt zu emissionsarm produzierten Schienen. 2025 wurden 4.975 t (im Vorjahr: 2.695 t) Schienenstahl aus dem DB-Gleisnetz nach Wiederaufbereitung durch Reprofilierung neu eingesetzt. Der starke Anstieg ist auf verbesserte technische Bedingungen bei der Wiederaufbereitung sowie auf einen 2025 in Kraft getretenen Rahmenvertrag zur Aufbereitung von Schienen zurückzuführen.
Recyclingquote – Ressourcenmanagement im Output
Im Rahmen der konzernweiten Bestrebungen, nachhaltiger zu wirtschaften, nimmt die Kreislaufwirtschaft auch im Ressourcenoutput im DB-Konzern eine wichtige Rolle ein.
Die Fachrichtlinie »Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz« definiert klare Anforderungen und Prozesse, um die Wiederverwertung sowie die ressourcenschonende und gesetzeskonforme Entsorgung nicht mehr benötigter Materialien zu sichern. Ziel ist es, Umweltvorteile konzernweit auszubauen, Synergien effektiv zu nutzen und eine enge Zusammenarbeit im DB-Konzern zu gewährleisten. Damit trägt die Richtlinie maßgeblich zur kontinuierlichen Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes und zur Umsetzung verbindlicher Standards im DB-Konzern in Deutschland bei.
| Abfallmenge (insgesamt) und Recyclingquote | 2025 | 2024 | Veränderung | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|
| absolut | % | ||||
| Abfallmenge (insgesamt) in Tsd. t | 9.265 | 8.182 | +1.083 | +13,2 | 7.904 |
| Recyclingquote in % | 97,8 | 96,0 | +1,8 | – | 96,7 |
Zeitraum 1. Oktober bis 30. September.
Enthält aus dem Geschäftsfeld DB Cargo nur die DB Cargo AG. Die Abfälle sind durch eigene Aktivitäten angefallen und werden durch Dritte außerhalb des DB-Konzerns gemanagt.
2025 ist das Abfallaufkommen gestiegen. Den größten Anteil hatte wieder das Bauabfallaufkommen mit rund 95 %. Grund für den Anstieg waren die umgesetzten Bauvorhaben im Rahmen der Korridorsanierungen. Auch 2025 haben wir unsere Recyclingquote auf einem hohen Niveau von mehr als 95 % gehalten.