Beschaffungs- und Energiemarkt
Zu Beginn des Sommerhalbjahres sanken die Erdgaspreise in Deutschland infolge einer guten Versorgungslage aus Norwegen sowie eines hohen LNG-Angebots signifikant. Die Preise für das Frontjahr lagen zum Jahresende 2025 bei rund 29 € /MWh. Steigende Preise für CO₂-Zertifikate milderten den damit einhergehenden Rückgang der Strompreise für das Frontjahr leicht ab. Dieser sank dennoch im Jahresverlauf 2025 von in der Spitze 100 € / MWh auf 84 € / MWh.
Je nach Marktsituation können die Einkaufspreise für Rohstoffe, Energie sowie Transport- und Bauleistungen stark schwanken. Dem Risiko von Energiepreissteigerungen begegnen wir u. a. durch eine Preisbindungsstrategie in langlaufenden Beschaffungsverträgen. Diese Sicherungsmaßnahmen wirken allerdings nur zeitlich begrenzt und müssen gegenüber möglichen Chancen aus fallenden Energiepreisen abgewogen werden.
In Abhängigkeit von der Markt- und Wettbewerbssituation ist es kurzfristig nicht oder nur eingeschränkt möglich, Kostensteigerungen an Kund:innen weiterzugeben – mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Margen. Aus der Bündelung von Bedarfen und der Optimierung langfristiger Mengenzusagen resultieren Chancen, auch in anspruchsvollem Marktumfeld Potenziale bei den Beschaffungspreisen zu heben.