Treibhausgasemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 (E1-6)
Zielerreichungsgrad DB-Klimaschutzziel 2040
| Absolute Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2019 / in % | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Scope-1- und -2-Emissionen 1) | –21,8 | –19,2 | –11,7 |
| Scope-3-Emissionen 2) | –1,4 | –17,0 | +8,2 |
| davon Scope-3.3-Emissionen 1) | –57,6 | –57,8 | –38,8 |
| davon Scope-3.11-Emissionen | –66,6 | –68,6 | –24,2 |
1) Enthält bis 2024 aus dem Bereich Beteiligungen/Sonstige nur die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH und von DB Cargo nur die DB Cargo AG sowie ausländische Tochtergesellschaften ohne deren stationäre Anlagen und nicht DB Energie.
2) Beinhaltet die für den DB-Konzern wesentlichen Scope-3-Kategorien 3.1, 3.2, 3.3, 3.4 und 3.11. 2025 wurde die Scope-3.4-Kategorie erstmals um die transportbedingten Emissionen im Zusammenhang mit eingekauften Waren und Kapitalgütern ergänzt.
Die Treibhausgasemissionen in Scope 1 und 2 konnten wir insbesondere durch die vollständige Umstellung der Stromversorgung unserer durch DB Energie versorgten stationären Anlagen und Gebäude in Deutschland auf 100 % erneuerbare Energien im Vergleich zum Basisjahr 2019 weiter reduzieren. Treiber war v. a. der höhere Anteil erneuerbarer Energien am DB-Bahnstrommix in Deutschland.
Die Scope-3-Emissionen liegen weiterhin unter dem Niveau von 2019, haben sich aber im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Haupttreiber ist vor dem Hintergrund des ausgabenbasierten (»spend-based«) Abschätzungsansatzes das deutlich gestiegene Einkaufsvolumen, insbesondere bei Bauleistungen, bspw. für Neu- und Umbauten von Gleisen und Weichen, Tunnelbauwerke, Brücken und Stützbauwerke sowie Bahnsteige (Scope 3.1/3.2). Die Zwischenziele für 2034 in Scope 3.3 und 3.11 wurden weiterhin erreicht.
2025 haben wir unsere Lieferanten der eingekauften Waren und Dienstleistungen und Kapitalgüter (Scope 3.1/3.2) erstmals zu ihren Klimaschutzzielen befragt. Der Anteil der Lieferanten mit wissenschaftsbasierten Emissionszielen betrug 2025 rund 20 %.
Treibhausgasemissionen
| Treibhausgasemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie Treibhausgas-Gesamtemissionen / in Mio. t CO₂e | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Scope 1: Treibhausgasemissionen | 1,2 | 1,1 | 1,1 |
| Scope 2: standortbezogene Scope-2-Treibhausgasemissionen | 3,1 | 3,3 | 3,4 |
| Scope 2: marktbezogene Scope-2-Treibhausgasemissionen | 2,1 | 2,7 | 3,0 |
| Treibhausgasmissionen Scope 1 und 2 (marktbezogen) | 3,3 | 3,8 | 4,1 |
| Scope 3: Treibhausgasemissionen 1) | 7,8 | 6,3 | 8,2 |
| Scope 3.1/3.2: Eingekaufte Waren und Dienstleistungen/Kapitalgüter | 6,1 | 4,7 | 5,8 |
| Scope 3.3: Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten | 1,0 | 1,0 | 1,4 |
| Scope 3.4: Transport und Distribution (vorgelagert) | 0,5 | 0,4 | 0,4 |
| Scope 3.11: Nutzung verkaufter Produkte | 0,3 | 0,3 | 0,7 |
| Treibhausgasemissionen DB-Konzern (standortbezogen) | 12,1 | 10,7 | 12,7 |
| Treibhausgasemissionen DB-Konzern (marktbezogen) | 11,1 | 10,1 | 12,3 |
Enthält bis 2024 aus dem Bereich Beteiligungen/Sonstige nur die DB Fahrzeuginstand-haltung GmbH und von DB Cargo nur die DB Cargo AG sowie ausländische Tochtergesell-schaften ohne deren stationäre Anlagen und nicht DB Energie.
1) Beinhaltet die für den DB-Konzern wesentlichen Scope-3-Kategorien 3.1, 3.2, 3.3, 3.4 und 3.11. 2025 wurde die Scope-3.4-Kategorie erstmals um die transportbedingten Emissionen im Zusammenhang mit eingekauften Waren und Kapitalgütern ergänzt.
2025 ist bei den Scope-1- und -2-Emissionen in Summe ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Haupttreiber hierfür waren die vollständige Umstellung der Stromversorgung unserer durch DB Energie versorgten stationären Anlagen und Gebäude in Deutschland auf 100 % erneuerbare Energien sowie die geringere Betriebsleistung im Schienengüterverkehr und der damit einhergehende Rückgang des Energieverbrauchs. In Scope 3.1 und 3.2 sind die Treibhausgasemissionen um rund 30 % gestiegen. Ursächlich für den starken Anstieg ist vor dem Hintergrund des ausgabenbasierten (»spend-based«) Abschätzungsansatzes das deutlich gestiegene Einkaufsvolumen. Dies ist auf deutlich erhöhte Ausgaben für Bauleistungen in der Schieneninfrastruktur zurückzuführen.
Der Anstieg der Treibhausgasemissionen in Scope 3.4 ist auf die Berücksichtigung der 2025 durch DB Cargo zusätzlich eingekauften Transportleistungen über die bisher einbezogenen Schienengüterverkehre von und nach Asien hinaus zurückzuführen.
Im Basisjahr 2019 lagen die Treibhausgasemissionen für Scope 1 bei 1,3 Mio. t, für Scope 2 (marktbezogen) bei 2,9 Mio. t und für Scope 3 bei 7,9 Mio. t.
Die absoluten Treibhausgasemissionen sind auch die Grundlage zur Berechnung unserer spezifischen Treibhausgasemissionen innerhalb der dafür getroffenen Abgrenzungen. Außerdem sind sie Gradmesser für unsere Effizienzmaßnahmen und bilden eine Basis, um uns mit anderen Unternehmen zu vergleichen.
| Treibhausgasintensität Scope 1–3 / in t CO₂e/Mio.€ | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Standortbezogene Treibhausgasemissionen im Verhältnis zum Umsatz (nach IFRS 15) | 455,9 | 414,0 |
| Marktbezogene Treibhausgasemissionen im Verhältnis zum Umsatz (nach IFRS 15) | 418,6 | 392,6 |
Gesamtenergieverbrauch enthält für 2024 aus dem Bereich Beteiligungen/ Sonstige nur die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH und von DB Cargo nur die DB Cargo AG sowie ausländische Tochtergesellschaften ohne deren stationäre Anlagen und nicht DB Energie.
Die Treibhausgasintensität des DB-Konzerns, gemessen als Verhältnis von Treibhausgasemissionen Scope 1 bis 3 zu den Umsatzerlösen (nach IFRS 15), stieg 2025. Deutlich höhere Treibhausgasemissionen in Scope 3.1 und 3.2 aus der Beschaffung von Waren, Dienstleistungen und Investitionsgütern wurden nur teilweise durch gestiegene Umsatzerlöse kompensiert.
| Biogene CO₂-Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse / in t CO₂e | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Scope 1 | 109.929 | 96.756 |
Enthält für 2024 aus dem Bereich Beteiligungen/Sonstige nur die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH und von DB Cargo nur die DB Cargo AG sowie ausländische Tochtergesellschaften ohne deren stationäre Anlagen und nicht DB Energie.
Die biogenen CO₂-Emissionen, d. h. physische Emissionen aus der Verbrennung von Kraftstoffen biogenen Ursprungs, sind 2025 gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den höheren Einsatz des Biokraftstoffs HVO zurückzuführen.
| Spezifische Treibhausgasemissionen der Fahrten und Transporte des DB-Konzerns | 2025 | 2024 | Veränderung | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|
| absolut | % | ||||
| Schienenpersonennahverkehr in Deutschland in gCO₂e/Pkm | 46,9 | 39,7 | +7,2 | +18,1 | 44,1 |
| Schienenpersonenfernverkehr in Deutschland in gCO₂e/Pkm | 0,7 | 0,5 | +0,2 | +40,0 | 0,6 |
| Busverkehr in Deutschland in gCO₂e/Pkm | 101,9 | 95,4 | +6,5 | +6,8 | 93,8 |
| Schienengüterverkehr in gCO₂e/tkm | 14,2 | 17,3 | –3,1 | –17,9 | 18,4 |
| davon in Deutschland | 14,9 | 19,7 | –4,8 | –24,4 | 20,1 |
Well-to-Wheel (WTW). Bis 2024 ohne Kältemittelverluste.
- Der starke Anstieg der spezifischen Treibhausgasemissionen im Schienenpersonennahverkehr ist v. a. auf eine höhere Treibhausgasintensität des von DB Regio Schiene bezogenen Traktionsstroms sowie auf einen höheren Dieselverbrauch infolge der Inbetriebnahme des Dieselnetzes Mitteldeutschland zurückzuführen. Dieser Effekt wurde nur geringfügig durch eine gestiegene Verkehrsleistung kompensiert.
- Im Schienenpersonenfernverkehr ist die Erhöhung der sich unverändert auf einem sehr niedrigen Niveau befindenen spezifischen Treibhausgasemissionen auf die erstmalige Berücksichtigung von klimawirksamen Kältemittelverlusten in den Klimaanlagen der Fernverkehrszüge zurückzuführen. Gegenläufige positive Effekte resultierten auch bei DB Fernverkehr aus der gestiegenen Verkehrsleistung.
- Die spezifischen Treibhausgasemissionen des Busverkehrs haben sich durch einen im Vergleich zur Verkehrsleistung etwas stärker angestiegenen Dieselverbrauch sowie die erstmalige Berücksichtigung von Kältemittelverlusten erhöht.
- Die Verbesserung der spezifischen Treibhausgasemissionen im Schienengüterverkehr in Deutschland resultierte überwiegend aus einer geringeren Treibhausgasintensität des von DB Cargo bezogenen Traktionsstroms.
Methodik der Treibhausgasbilanzierung
Grundlage für die Treibhausgasbilanzierung und die dargestellten Kennzahlen sind die konzernweit erhobenen und aggregierten Endenergieverbräuche, Daten zu weiteren Emissionsverursachern und Leistungsdaten sowie die im DB-Konzern einheitlich verwendeten Emissionsfaktoren. Quellen für die verwendeten Faktoren und Methoden sind das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), das Bilanzierungstool EcoTransIT World, das Umweltbundesamt (UBA), XIO Sustainability Analytics, das GHG Protocol sowie eigene Berechnungen.
In der Treibhausgasbilanzierung berücksichtigen wir alle nach dem GHG Protocol wesentlichen Treibhausgase. In Scope 1, 2 sowie 3.3, 3.4 und 3.11 sind das i. d. R. CO₂, CH₄ und N₂O. In Scope 3.1 und 3.2 werden über den von uns angewendeten Spend-based-Ansatz die Treibhausgase CO₂, CH₄, N₂O, HFCs, PFCs, SF₆ und NF₃ berücksichtigt. Die jeweiligen Global-Warming-Potential-Werte basieren auf dem 6. Sachstandsbericht des IPCC (100-year GWP).
Die berichteten Scope-2-Emissionen berücksichtigen marktbasierte Mechanismen, d. h., alle vertraglich geregelten Instrumente zur Erzeugung von und zum Handel mit Strom aus erneuerbaren Energien werden einbezogen (»market-based«). Die Konzerngesellschaften werden dementsprechend – wo anwendbar – mit ihrem eigenen Strommix (»market-based«), ansonsten über den jeweiligen Landesmix (»location-based«) berücksichtigt. Gem. dem Scope-2-Leitfaden des GHG Protocols zu dualem Reporting weisen wir zusätzlich auch unsere Scope-2-Emissionen nach dem Standortprinzip (»location-based«) aus. Wir verwenden zur Konsolidierung unserer Treibhausgasemissionen nach dem GHG Protocol das Kriterium der finanziellen Kontrolle. Die Treibhausgasemissionen der Kategorien Scope 1 und 2 im Kriterium der operativen Kontrolle entsprechen derzeit dem Kriterium der finanziellen Kontrolle gem. GHG Protocol.
Die Verluste von Kältemitteln in Klimaanlagen bzw. Schwefelhexafluorid in elektrischen Schaltanlagen werden auf Basis von Expertenschätzungen und betrieblichen Erfahrungswerten zu Verlustraten bzw. betriebsmittelspezifischen Leckageraten, die der Verband Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. in Abstimmung mit dem UBA vorgegeben hat, berechnet. Die eingesetzten Mengen von AdBlue in den Bussen von DB Regio Straße werden auf Basis von Herstellerangaben geschätzt. Die Verbräuche stationärer Energien bei DB Regio Straße durch konzernexterne Versorgungsunternehmen werden über den gebuchten Aufwand berechnet. Die Treibhausgasemissionen für eingekaufte Transportleistungen (Scope 3.4) bei DB Cargo und bei DB Regio Straße werden über vorhandene Daten aus den jeweiligen Bereichen und über spezifische Vorjahreswerte eigener Verkehre berechnet. Die Verbräuche von Konzerngesellschaften im Bereich Beteiligungen/Sonstige in angemieteten Bürogebäuden, die durch DB Energie mit Energie versorgt werden, werden Scope 3.8 (Upstream Leased Assets) zugeordnet.
Die Treibhausgasemissionen in Scope 3.1 und 3.2 wurden auf Basis der Ausgaben (spend-based) unter Verwendung von Emissionsfaktoren aus der Exiobase-Datenbank von XIO Sustainability Analytics geschätzt. Dabei wurde das 2025 verbuchte Einkaufsvolumen der Konzernunternehmen in einer Warengruppe mit einem für die Warengruppe repräsentativen Emissionsfaktor (Emissionen pro ausgegebenen Euro) multipliziert.