Kennzahlen
Gesundheitsschutz und Sicherheit (S1-14)
| Kennzahlen Gesundheitsschutz und Sicherheit | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Anteil durch das Arbeitsschutzmanagement abgedeckte Personen 1) in % | 87,5 | / 2) | / 2) |
| Tödliche Arbeitsunfälle 3) | 10 | 0 | 4 |
| DB-Mitarbeitende und Zeitarbeitnehmende | 5 | / 2) | / 2) |
| Fremdfirmenmitarbeitende und Selbstständige | 5 | / 2) | / 2) |
| Meldepflichtiger Arbeitsunfälle 4) | 5.690 5) | 5.698 6) | / 2) |
| Quote meldepflichtiger Arbeitsunfälle 7) | 17,2 5) | 17,0 6) | / 2) |
| LTIF 8) | 22,7 1) | 21,9 9) | 22,7 9) |
| Ausfalltage 10) | 125.708 5) | 130.739 6) | / 2) |
| Todesfälle infolge arbeitsbedingter Erkrankungen 1), 11) | 0 | / 2) | / 2) |
Sofern nicht anders ausgewiesen, beinhalten alle Kennzahlen DB-Mitarbeitende und Zeitarbeitnehmende.
1) Deutschland (Konzerngesellschaften mit rund 98 % der Mitarbeitenden).
2) Kein Wert verfügbar.
3) DB-Konzern (Konzerngesellschaften mit rund 98 % der Mitarbeitenden).
4) Meldepflichtiger Arbeitsunfall = Arbeitsunfall, der zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen oder zum Tod des Arbeitnehmenden führt.
5) Deutschland (Konzerngesellschaften mit rund 93 % der Mitarbeitenden).
6) Deutschland (Konzerngesellschaften mit rund 92 % der Mitarbeitenden).
7) Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle = meldepflichtige Arbeitsunfälle *1.000.000/Arbeitsstunden.
8) Lost Time Injury Frequency (LTIF) = LTI (Arbeitsunfälle ab einem Kalendertag Abwesenheit) *1.000.000/Arbeitsstunden.
9) Deutschland (Konzerngesellschaften mit rund 97 % der Mitarbeitenden).
10) Ausfalltage = Anzahl der Ausfalltage durch meldepflichtige Arbeitsunfälle.
11) Als Todesfälle infolge arbeitsbedingter Erkrankungen gelten ausschließlich solche Fälle, in denen ein Arbeits- oder Sozialgericht nach Durchführung eines offiziellen Feststellungsverfahrens rechtskräftig festgestellt hat, dass die Arbeitsbedingungen in ursächlichem Zusammenhang mit dem Todesfall stehen und das Unternehmen entsprechend verantwortlich gemacht wurde. Fälle, in denen keine gerichtliche Feststellung oder abschließende Verurteilung vorliegt, werden nicht berücksichtigt – auch dann nicht, wenn ein innerbetrieblicher Verdacht oder eine vermutete Kausalität besteht. Diese Definition stellt sicher, dass ausschließlich objektiv, rechtlich gesicherte und nachvollziehbare Fälle in die Berichterstattung einfließen. Die Entscheidungshoheit liegt dabei bewusst bei unabhängigen, staatlichen Instanzen.
- Abdeckung Managementsystem: Im DB-Konzern in Deutschland liegt die Quote der Abdeckung durch ein zertifiziertes bzw. nach anerkannten Standards eingeführtes Sicherheits-, Gesundheits-, Arbeitsschutz-(SGA-)Managementsystem bezogen auf die Mitarbeitenden bei 87,5 %. Betriebsbereiche, die bislang kein SGA-Managementsystem nach anerkannten Standards implementiert haben, werden schrittweise in das bestehende System integriert, um die konzernweite Abdeckung systematisch zu erhöhen und die Wirksamkeit des Arbeitsschutzes weiter zu stärken.
- Tödliche Arbeitsunfälle: 2025 kam es wieder zu einem Anstieg tödlicher Arbeitsunfälle bei DB-Mitarbeitenden sowie bei Mitarbeitenden beauftragter Fremdfirmen. Jeder dieser Vorfälle verdeutlicht die besondere Verantwortung, die der DB-Konzern für die Sicherheit aller für ihn tätigen Personen trägt. Bei tödlichen Arbeitsunfällen treten im DB-Konzern unverzüglich verbindliche interne Prozesse zur Unfalluntersuchung in Kraft. Dazu gehören klar definierte Meldewege sowie die unmittelbare Einbindung von spezialisierten Fachkräften, die auf Grundlage der verfügbaren Informationen umfassende Unfallanalysen vornehmen. Die daraus entstehenden Untersuchungsberichte bilden die Grundlage dafür, Ursachen gewissenhaft und sorgfältig aufzuklären und zielgerichtete Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Vorfälle abzuleiten und umzusetzen. Die Untersuchung eines tödlichen Arbeitsunfalls ist stets ein Prozess, der mit besonderer Sorgfalt, Sensibilität und Verantwortung durchgeführt wird. Neben der technischen und organisatorischen Analyse steht dabei auch das Ziel im Mittelpunkt, Lerneffekte zu identifizieren und den Arbeitsschutz kontinuierlich weiterzuentwickeln. Der DB-Konzern arbeitet fortlaufend daran, seine präventiven Arbeitsschutzmaßnahmen zu verbessern und Risiken systematisch zu reduzieren. Die Sicherheit aller Mitarbeitenden – einschließlich der Fremdfirmenmitarbeitenden, die an unseren Standorten tätig sind – hat dabei höchste Priorität.
- Meldepflichtige Arbeitsunfälle: Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle von DB-Mitarbeitenden in Deutschland lag auf Vorjahresniveau. Die Meldung von meldepflichtigen Arbeitsunfällen erfolgt gem. den gesetzlichen Vorgaben in Deutschland an die gesetzliche Unfallversicherung innerhalb von drei Kalendertagen nach Bekanntwerden des Unfalls. Trotz unterschiedlicher Tätigkeitsprofile und einer zunehmend komplexen Arbeitsumgebung zeigt sich somit eine weitgehend stabile Entwicklung. Diese Entwicklung macht deutlich, dass die konzernweiten Maßnahmen zur Prävention und zur Stärkung der Sicherheitskultur grundsätzlich wirken, jedoch angesichts der steigenden Komplexität weiter ausgebaut werden müssen. Die kontinuierliche Reduzierung der Unfallzahlen ist ein zentraler Bestandteil der Zero-Accident-Strategie.
- Quote meldepflichtiger Arbeitsunfälle: Die Quote meldepflichtiger Arbeitsunfälle ist als ergänzende Monitoringkennzahl zum LTIF verankert. Sie dient der sachlichen Einordnung des meldepflichtigen Unfallgeschehens der eigenen Mitarbeitenden. In Abgrenzung zum LTIF, der als zentrale Steuerungskennzahl Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit ab einem Kalendertag einschließlich tödlicher Arbeitsunfälle abbildet, erfasst die Quote meldepflichtiger Arbeitsunfälle ausschließlich meldepflichtige Ereignisse gem. der gesetzlichen Definition (Arbeitsunfälle mit einer Ausfallzeit von mehr als drei Kalendertagen sowie tödliche Arbeitsunfälle).
- LTIF: Der LTIF stieg 2025 für DB-Mitarbeitende in Deutschland. Obwohl das Unfallgeschehen insgesamt stabil blieb, ist der Anstieg auf zwei Entwicklungen zurückzuführen:
- In einzelnen Geschäftsfeldern traten vermehrt Unfälle aufgrund erhöhter Risikoprofile auf, während andere Geschäftsfelder ihr Niveau halten oder sogar verbessern konnten.
- Strukturelle Anpassungen führten in der Aufbauorganisation 2025 zu einer Reduzierung der versicherten Arbeitsstunden, was die Kennzahl rechnerisch erhöht. Die langfristige Senkung des LTIF bleibt ein zentrales Ziel der Arbeitsschutzstrategie. Präventive Maßnahmen, technologische Innovationen und die Stärkung der Arbeitsschutz- und Führungskultur sollen dazu beitragen, die Kennzahl wieder in Richtung des Zielwerts zu entwickeln.
- Ausfalltage: Die Zahl der Ausfalltage von Mitarbeitenden des DB-Konzerns in Deutschland war 2025 rückläufig. Der positive Trend deutet auf eine geringere durchschnittliche Schwere der meldepflichtigen Arbeitsunfälle hin. Diese Entwicklung unterstreicht die Wirksamkeit der umgesetzten Arbeitsschutzmaßnahmen.