Klimawandel (ESRS E1)

Resilienz im Zusammenhang mit dem Klimawandel

Auf Basis unserer Klimarisikoanalysen gehen wir von zunehmenden Klimawandelfolgen für den DB-Konzern aus, bereiten uns intensiv auf häufigere und intensivere Extremwetterereignisse vor und entwickeln unser Klimaresilienzmanagement strategisch und operativ weiter. Die Klimaresilienz unserer kritischen Geschäftsprozesse bewerten wir zum jetzigen Zeitpunkt als weitestgehend belastbar, mit bestehendem Anpassungsbedarf in ausgewählten Regionen mit hoher Exposition und Sensitivität. Die Bewertung stützt sich auf die bisher erfolgten Klimarisikoanalysen, systematische Analysen des Business Continuity Managements (BCM) sowie das fortlaufende Monitoring klimabedingter Großschäden und operativer Auswirkungen. Ergebnisse und Anforderungen aus der Umsetzung des derzeit in Vorbereitung befindlichen KRITIS-Dachgesetzes sollen künftig berücksichtigt werden.

Unsere initialen 2021 und 2024 durchgeführten konzernweiten und in einigen Geschäftsfeldern fortlaufend aktualisierten und vertieften geschäftsfeldspezifischen Klimarisikoanalysen in Bezug auf physische Risiken ermittelten erste spezifische Anpassungsbedarfe im DB-Konzern. Auf Basis der Ergebnisse haben wir erste kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen abgeleitet, z. B. im Vegetationsmanagement am Gleis, die Untersuchung von Achszählpunkten mit Temperaturloggern oder die Entwicklung klimaresilienter Bahnhofsumfelder.

Zur Stärkung unserer Resilienz gegenüber transitorischen Risiken haben wir in unserem Climate Transition Plan. Transformationspfade zur Dekarbonisierung definiert und reduzieren Abhängigkeiten von emissionsintensiven Rohstoffen. Unsere aktuellen und geplanten Klimaschutzmaßnahmen wie der Übergang zu klimafreundlichen Technologien (u. a. Ausstieg aus fossilen Kraftstoffen, Einsatz erneuerbarer Energien) sollen die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells stärken und die Ausrichtung auf eine dekarbonisierte Wirtschaft unterstützen.

Die Resilienzbewertung gegenüber transitorischen und physischen Risiken unterliegt Unsicherheiten über die mittelfristigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (z. B. CO₂-Preise, Fördermittel) und hinsichtlich der künftigen Klimaentwicklung. Für einzelne Klimaparameter liegen teilweise nicht belastbare oder ausreichend hochauflösende Modelldaten vor. Zusätzlich bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Sensitivität einzelner Anlagen durch fehlende oder vergleichsweise kurze Zeitreihen von Störfallmeldungen seit 2018.

Kurzfristig sichern Geschäftskontinuitätspläne (Business-Continuity-Pläne) mit priorisierten Kontinuitätsstrategien und operativen Maßnahmen (u. a. zur Stärkung der baulich-technischen Widerstandsfähigkeit, Redundanzen, Ausweichlösungen) die Fortführung kritischer Prozesse und reduzieren Auswirkungen auf Sicherheit und Betriebszuverlässigkeit bei Extremwetterereignissen. Akute physische Risiken (z. B. Extremwetter oder Naturgefahren) werden im DB-Gefährdungskatalog geführt und die Resilienz gegenüber diesen im BCM entlang der Analyse- und Strategiephase systematisch bewertet und behandelt. Diese Vorgehensweise wird durch Übungen, Kennzahlen und Berichtswesen kontinuierlich geschärft und in den kommenden Jahren weiter ausgebaut.

Mittelfristig wollen wir die finanziellen Auswirkungen aus klimabedingten Risiken im Risikomanagementsystem und unserer Mittelfristplanung berücksichtigen und setzen das konzernweite Klimaresilienzmanagement sowie die Gesamtumsetzung »Klimaresiliente Bahntechnik« und das Projekt »Klimaneutrale DB« weiter um.

Langfristig wollen wir die Überprüfung und Weiterentwicklung von Normierungsprozessen, Gebäude- und Fahrzeugstandards begleiten, unsere eigenen Richtlinien weiterentwickeln, das Climate Proofing umsetzen, in Klimaanpassungsmaßnahmen investieren und die Transformation zu klimafreundlichen Technologien vorantreiben, um Strategie und Geschäftsmodell an verschärfte Klimabedingungen und sich verändernde politische Rahmenbedingungen anzupassen.

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