Klimaschutzziel 2040
Das Net-Zero-Ziel des DB-Konzerns:
- Bis 2040: Wir haben uns dazu verpflichtet, unsere Treibhausgasemissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg auf Net Zero zu reduzieren, d. h. eine Reduktion der Scope-1- bis -3-Emissionen um mindestens 90 % im Vergleich zu 2019. Die schwer oder anderweitig nicht vermeidbaren Restemissionen, insbesondere aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, von maximal 10 % wollen wir ab 2040 neutralisieren, d. h. dauerhaft der Atmosphäre entziehen.
Dieses Ziel wurde im März 2025 durch die SBTi bestätigt. Unser Klimaschutzziel folgt damit gem. SBTi einem 1,5 °C-Pfad und ist somit konform mit dem Pariser Klimaschutzabkommen und dem Klimaschutzziel Deutschlands.
Neben dem Net-Zero-Ziel des DB-Konzerns haben wir uns auch Zwischenziele gesteckt, die ebenfalls von der SBTi bestätigt wurden.
Wir wollen unsere absoluten Treibhausgasemissionen im eigenen Betrieb und in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette wie folgt reduzieren:
- Bis 2034:
- 63 % der Scope-1- und -2-Emissionen,
- 40 % der Scope-3.3-Emissionen (aus Energie- und brennstoffbezogenen Aktivitäten) und
- 63 % der Scope-3.11-Emissionen (aus Nutzung an Dritte verkaufter fossiler Brenn- und Kraftstoffe) des DB-Konzerns im Vergleich zu 2019.
- Bis 2029:
- Sollen 66 % der Lieferanten (gem. Emissionsvolumen) der eingekauften Waren und Dienstleistungen und Kapitalgüter (Scope 3.1/3.2) des DB-Konzerns wissenschaftsbasierte Emissionsreduktionsziele haben – unser sog. Supplier Engagement Target (SET).
Im Zuge der im Beschluss zum Klimaschutzziel 2040 vorgesehenen regelmäßigen und 2025 erfolgten Revision unseres Klimaschutzziels haben wir unsere Treibhausgasreduktionspfade aktualisiert und mit den bei der SBTi eingereichten Zielen harmonisiert. Daraus resultierte eine Anpassung des Zwischenziels für 2034 für die Reduktion der Scope-1- und -2-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr (im Vorjahr: 66 %). Für die Scope-3.4-Emissionen von DB Schenker wurde 2024 ein Zwischenziel festgelegt. Infolge des Verkaufs von DB Schenker ist der verbleibende Anteil der Scope-3.4-Emissionen des DB-Konzerns im Vergleich zu den anderen wesentlichen Scope-3-Kategorien sehr gering, sodass kein neues Zwischenziel definiert wurde.
Weitere Informationen zum Zielerreichungsgrad der Zwischenziele im Abschnitt Treibhausgasemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 (E1-6).
Im Fokus des Monitorings unserer Zielerreichung stehen die absoluten Treibhausgasemissionen des DB-Konzerns. Die Umsetzung der Beschlüsse und Ziele werden im Zuge der konzernweiten Planung und eines Monitorings überwacht und überprüft.
Im Rahmen des Net-Zero-Ziels des DB-Konzerns lässt sich der Beitrag der zugehörigen Dekarbonisierungshebel zunächst über die Größe der dahinterliegenden Treibhausgasemissionsquellen folgendermaßen approximieren:
Die größten Treibhausgasemissionsquellen in Scope 1 und 2 waren im Basisjahr 2019:
- Stromverbrauch:
- Bahnstrom: 2,1 Mio. t CO₂e
- Stationärer Strom für Bahnhöfe, Werke und Gebäude: 0,8 Mio. t CO₂e
- Kraftstoffverbrauch (v. a. für Schienen- und Straßenverkehr): 1,1 Mio. t CO₂e
- Wärme- und Kälteversorgung: 0,2 Mio. t CO₂e
In Scope 3 entsprechen die größten Treibhausgasemissionsquellen unseren identifizierten wesentlichen Scope-3-Kategorien im Basisjahr 2019:
- Scope 3.1/3.2: Eingekaufte Waren, Dienstleistungen und Kapitalgüter mit 4,3 Mio. t CO₂e. Davon entfallen rund 70 % auf den Bau von Schienenverkehrs- und Bahnhofsinfrastruktur und rund 20 % auf die Beschaffung von Schienenfahrzeugen und -ersatzteilen.
- Scope 3.3: Energie- und brennstoffbezogene Aktivitäten mit 2,3 Mio. t CO₂e
- Scope 3.4: Vorgelagerter Transport und Distribution mit 0,5 Mio. t CO₂e
- Scope 3.11: Gebrauch bzw. Nutzung verkaufter Produkte mit 0,9 Mio. t CO₂e
An einer in die Zukunft gerichteten Analyse der Beiträge der jeweiligen Dekarbonisierungshebel arbeiten wir derzeit.
Die Folgen des Klimawandels wurden bei der Ermittlung und Quantifizierung der Hebel im Rahmen der SBTi-Validierung berücksichtigt.
Methodik der Zielbestimmung
Die Methoden, Annahmen und Szenarien basieren auf dem Corporate Net-Zero Standard der SBTi, der auch der Zielformulierung zugrunde liegt.
Unsere Net-Zero-Ziele beziehen sich dabei als Bruttoziele auf die Gesamtemissionen, somit sind alle Treibhausgasemissionen aus unserem Treibhausgasemissionen-Inventar inkludiert. Die ausgewiesenen Mittel- und Langfristziele in Scope 3 beziehen sich ausschließlich auf ihre jeweilige Kategorie. Bei der Festlegung der Ziele wurden die Mittel- und Langfristplanung des DB-Konzerns sowie potenzielle Veränderungen im künftigen Geschäftsverlauf, regulatorische Faktoren und neue technologische Entwicklungen berücksichtigt. Das Basisjahr 2019 wurde gewählt, da es das letzte repräsentative Jahr vor der Corona-Pandemie war.
Im Rahmen der im Vorstandsbeschluss zum Klimaschutzziel 2040 regelmäßig vorgesehenen und 2025 erfolgten Überprüfung des Klimaschutzziels 2040 wurden die absoluten Treibhausgasemissionen in Scope 1 und 2 vervollständigt, indem unsere Datenbasis systematisch erweitert und bisher nicht abgebildete kleinere Tochtergesellschaften aus dem Bereich Beteiligungen/Sonstige integriert wurden. Auch das Basisjahr 2019 wurde entsprechend angepasst. Das Klimaschutzziel soll auch künftig regelmäßig überprüft und einer Revision unterzogen werden.