Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft (ESRS E5)

Policies (E5-1)

Der DB-Konzern will zusammen mit dem Bund in den kommenden Jahren sehr umfangreich in die Modernisierung der Schieneninfrastruktur investieren. V. a. durch die sehr umfangreichen Bauaktivitäten besteht daher ein sehr hoher Ressourcenbedarf (insbesondere für Betonschwellen, Gleisschotter und Schienenstahl), der mit zur Erschöpfung bestimmter Primärrohstoffe (z. B. Eisenerz, Basalt, Sand) beitragen kann. Diese Auswirkung geht auch mit Treibhausgasemissionen in der Lieferkette einher, die wir im Rahmen unseres Net-Zero-Ziels adressieren. Darum planen wir, in den kommenden Jahren verstärkt emissionsreduzierte Baustoffe und Materialien zu nutzen. Damit verbindet der DB-Konzern seine Klimaschutzmaßnahmen mit Strategien der Kreislaufwirtschaft. In der nachgelagerten Wertschöpfungskette arbeiten wir mit Entsorgungsunternehmen und Aufbereitern zusammen, um unsere Bauabfälle zu recyceln und teilweise als aufgearbeitetes Material wieder in der Infrastruktur einsetzen zu können. Weitere Informationen zum Abfallmanagement im Abschnitt Ressourcenmanagement im Output.

Mit verschiedenen Policies stellen wir sicher, dass wir gesetzliche Vorgaben einhalten und unsere Auswirkung sowohl in der eigenen Geschäftstätigkeit als auch in der vorgelagerten Wertschöpfungskette erfassen und möglichst reduzieren.

Ökologische Transformation des DB-Konzerns

Unsere strategische Ausrichtung im Handlungsfeld Ressourcenschutz unserer ökologischen Transformation wurde durch den Vorstand 2022 beschlossen und umfasst u. a. Ziele, Maßnahmen und Messgrößen zur Steuerung wesentlicher Ressourcenströme im Rahmen der Geschäftsaktivitäten des DB-Konzerns. Vor dem Aufsatz dieses Beschlusses wurde eine Analyse durchgeführt, um die Interessen externer Akteure u. a. aus Politik, Unternehmen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zu erfassen und ihre Perspektiven in die Strategieentwicklung einzubeziehen.

Der DB-Konzern strebt bis 2040 konzernweit eine Kreislaufwirtschaft an – mit besonderem Fokus auf Deutschland. Kreislaufwirtschaft bedeutet für uns, Rohstoffe schonend einzusetzen, sie möglichst lange in der Wertschöpfungskette zu halten und – sofern es wirtschaftlich, technisch und rechtlich möglich ist – unsere Abfälle zu recyceln, um somit den Bedarf an Primärrohstoffen und das Abfallaufkommen zu verringern. Die Konzernfunktion Nachhaltigkeit und Umwelt verantwortet die strategische Steuerung der Umsetzung. Die operative Umsetzung liegt bei den Geschäftsfeldern.

Basis der Betrachtung sind die wesentlichen Ressourcenzuflüsse des DB-Konzerns. Diese umfassen die für den Bau und die Instandhaltung der Infrastruktur und bei der Herstellung und Instandhaltung von Fahrzeugen benötigten Produkte und Materialien. Auf die Geschäftsfelder verteilten sich in der 2025 für 2024 durchgeführten Stoffstrombilanz diese Ressourcenzuflüsse, gemessen am Einkaufsvolumen, auf DB InfraGO (rund 80 %), DB Fernverkehr (rund 6 %), DB Regio (rund 6 %) und DB Cargo (rund 5 %). Konzerngesellschaften mit einem relativ niedrigen Anteil (weniger als 2 %) werden nicht betrachtet.

In diesem Rahmen ist auch die Steigerung der Recyclinganteile in den drei Hauptressourcen Gleisschotter, Betonschwellen und Schienenstahl vorgesehen. Diese sind insbesondere für unsere Infrastruktur relevant und machen gem. eigenen Erhebungen rund 80 % des Gewichts unseres Gesamtmaterialeinsatzes aus. Der Beschaffung kommt dabei eine hohe Bedeutung zu. Wir haben u. a. Rahmenverträge für unsere drei Hauptressourcen aufgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt, um Kapazitäten für aufgearbeitetes Material am Markt zu sichern.

Mit einer internen Stoffstrombilanz dokumentieren und bewerten wir jährlich unsere verwendeten Ressourcen. Dabei konzentrieren wir uns zunächst auf Schotter, Beton, Stahl, Kupfer und Aluminium für den DB-Konzern in Deutschland. Seit 2025 überführen wir schrittweise die Stoffstrombilanz in ein digitales Ressourceninventar, in dem herstellerspezifische Produkt- und Materialdaten aus Deutschland und Europa erfasst werden. Wir planen, 2026 die Überführung unserer drei Hauptressourcen abzuschließen. Derzeit erstellen wir einen Plan für den weiteren Ausbau der Ressourcen- und CO₂e-Datentransparenz mit Fokus auf Bau und Instandhaltung der Schieneninfrastruktur und unsere Schienenfahrzeuge.

Rahmenrichtlinie Umweltmanagement

Die Rahmenrichtlinie Umweltmanagement formuliert konzernweite Anforderungen, um u. a. die Umweltziele des DB-Konzerns zu erreichen. Dies umfasst auch unser Streben nach einer Kreislaufwirtschaft bis 2040. Weitere Informationen im Abschnitt Policies (E1-2).

DB Verhaltenskodex für Geschäftspartner

Grundlegend für die Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern sind unser DB Verhaltenskodex für Geschäftspartner sowie unsere Beschaffungspolitik. Sie bilden die Basis für die nachhaltige Gestaltung unserer Lieferketten. Wir haben unsere soziale und ökologische Verantwortung in zahlreichen Warengruppenstrategien entlang unserer Konzernziele weiterentwickelt und in Vergaben als Eignungs-, Leistungs- oder Wertungskriterium verankert. Weitere Informationen im Abschnitt Policies (S2-1).

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