Organisationsstruktur
Die DB AG ist die Muttergesellschaft des DB-Konzerns. Sie ist seit ihrer Gründung 1994 eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und verfügt dementsprechend über eine duale Führungs- und Kontrollstruktur mit Vorstand und Aufsichtsrat. Alleiniger Eigentümer ist die Bundesrepublik Deutschland.
Seit dem 1. Januar 2026 gibt es mit dem »Neustart« des DB-Konzerns eine neue Konzernstruktur. Die Veränderung beginnt im Vorstand: Statt acht gibt es nur noch sechs Vorstandsressorts – die Vorstandsressorts Infrastruktur sowie Digitalisierung & Technik wurden aufgelöst und die Aufgaben auf andere Ressorts verteilt.
Veränderungen in der Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand werden im Bericht des Aufsichtsrats dargestellt.
Der DB-Konzern umfasst Personenverkehrsaktivitäten, Schienengüterverkehrsaktivitäten, operative Serviceeinheiten sowie Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU).
Der DB-Konzern ist der führende Anbieter im Personenverkehr in Deutschland und im Schienengüterverkehr in Europa. Wir betreiben außerdem das längste Schienennetz und das größte Bahnstromnetz in Europa.
Mit dem Verkauf von DB Schenker, der letzten internationalen Großbeteiligung des DB-Konzerns, im April 2025 wurde die Fokussierung auf das Kerngeschäft in Deutschland 2025 weiter vorangetrieben. Weitere Schritte sollen noch folgen.
Der DB-Konzern, mit Sitz der Konzernleitung in Berlin, beschäftigt rund 219.000 Mitarbeitende. Die DB AG führt alle Geschäftsfelder in der Funktion einer operativen Managementholding und unterstützt die Geschäftsfelder durch diverse zentrale Gruppenfunktionen (u. a. Personal, Finanzen, Recht, Konzernentwicklung) sowie administrative Serviceeinheiten. Zudem erbringen operative Serviceeinheiten als rechtlich selbstständige Beteiligungen der DB AG primär Leistungen für konzerninterne Kunden. Dazu gehören u. a. die DB Systel GmbH, die DB Sicherheit GmbH und die DB Services GmbH.
Mit der Strategie Starke Schiene verfolgt der DB Konzern das Ziel einer langfristigen Verkehrsverlagerung auf die Schiene. Hierfür setzen wir auf einen integrierten Betrieb von Verkehr und Eisenbahninfrastruktur, die ökonomisch und ökologisch intelligente Verknüpfung aller Verkehrsträger sowie die Zusammenarbeit in deutschen und europäischen Netzwerken. Als Voraussetzung für eine Verkehrsverlagerung auf die Schiene hat die Steigerung der Betriebsqualität und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit oberste Priorität.
Die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) des DB-Konzerns sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Gesellschaften mit separaten Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen und erfüllen ihrerseits damit alle Entflechtungsvorgaben des europäischen und des nationalen Rechts. Zudem besteht hinsichtlich der DB InfraGO eine rechtliche und organisatorische Entflechtung, die unabhängige Entscheidungen bei Trassenanmeldung, -konstruktion, -zuweisung und Trassennutzungsentgelten gewährleistet. Verlässlichkeit und Stabilität sind Basis einer hohen Qualität der Infrastruktur. Wesentlicher Eckpfeiler ist die nachhaltige Finanzierung der Infrastruktur. Die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) leistet dabei einen wesentlichen Beitrag, um den Erhalt und die Modernisierung des Bestandsnetzes zu sichern. Die LuFV soll zur Leistungsvereinbarung InfraGO (LV InfraGO) weiterentwickelt werden.