Deutsche Bahn AG (HGB)

Vermögenslage

Bilanz

Bilanzstruktur DB AG (HGB)
per 31.12. / in Mio. €
20252024Verände­rung
absolut%
Bilanzsumme68.91060.104+8.806+14,7
Aktivseite    
Anlagevermögen55.78150.460+5.321+10,5
Umlaufvermögen13.0059.641+3.364+34,9
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten1243+121
Passivseite    
Eigenkapital25.0947.401+17.693
Rückstellungen6.2406.599‒359‒5,4
Verbindlichkeiten37.54346.063‒8.520‒18,5
davon zinspflichtig35.64842.255‒6.607‒15,6
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten3341‒8‒19,5
Bilanzstruktur DB AG (HGB)
per 31.12. / in %
20252024
Aktivseite  
Anlagevermögen80,984,0
Umlaufvermögen18,916,0
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten0,20,0
Passivseite  
Eigenkapital36,412,3
Rückstellungen9,111,0
Verbindlichkeiten54,576,6
davon zinspflichtig51,770,3
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten0,00,1

Die Bilanzsumme der DB AG ist per 31. Dezember 2025 deutlich gestiegen. Die Entwicklung auf der Aktivseite wurde maßgeblich durch die Veränderungen des Anlage- und des Umlaufvermögens beeinflusst.

  • Das Anlagevermögen lag deutlich über dem Niveau des Vorjahres­endes. Die Anteile an verbunde­nen Unterneh­men (+6.912 Mio. €) erhöhten sich insbesondere bei der DB Infra­GO AG (+8.367 Mio. €) ganz wesentlich infolge der Weiterreichung der Mittel aus den Eigenkapitalmaßnahmen des Bundes zur Finanzierung von Infra­struk­tur­maßnah­men (+8.314 Mio. €). Gegenläufig reduzierend wirkten v. a. Effekte aus dem vollständigen Verkauf der Anteile der Schenker AG (–1.578 Mio. €). Zudem sanken auch die Ausleihungen an verbundene Unternehmen (–1.692 Mio. €) v. a. infolge des Verkaufs von DB Schenker sowie eines insgesamt ge­ringeren Mittelbedarfs von Tochtergesellschaften (v. a. bei der DB Fernverkehr AG und der DB InfraGO AG).
  • Der deutliche Anstieg des Umlaufvermögens im Vergleich zum Vorjahresende resultierte aus dem spürbaren Anstieg der liquiden Mittel (+7.190 Mio. €) v. a. infolge des Mittelzuflusses aus dem Verkauf von DB Schenker. Gegenläufig gingen die Forderungen deutlich zurück (–3.326 Mio. €; insbesondere im Zusammenhang mit dem konzerninternen Cashpooling) und dämpften die Entwicklung. Der Rückgang der Wertpapiere (–500 Mio. €) resultierte aus Ausweisänderungen im Zusammenhang mit Geldmarktfonds (gegenläufiger Effekt bei den liquiden Mitteln).
  • Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten stieg auf niedrigem Niveau sehr deutlich. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Abgrenzung von Disagien im Zusammenhang mit der Aufnahme von Senioranleihen, die aufgrund der Verschmelzung der DB Finance per 31. Dezember 2025 in der Bilanz der DB AG ausgewiesen wurden.

Strukturell ergab sich auf der Aktivseite der Bilanz daraus eine Verschiebung in Richtung des Umlaufvermögens. Das Anlagevermögen dominiert hier allerdings weiterhin.

Die Entwicklung auf der Passivseite wurde maßgeblich durch das deutlich höhere Eigenkapital mit teilweise gegenläufigen Effekten insbesondere durch den Rückgang der Verbindlichkeiten beeinflusst.

  • Das Eigenkapital entwickelte sich getrieben durch den Jah­resüberschuss (+9.379 Mio. €) sowie die Eigenkapitalmaßnahmen des Bundes im Rahmen der ­Maßnahmen zur Finanzierung von Investitionen in die Schieneninfra struk­­tur (+8.314 Mio. €) deutlich positiv.
  • Die Verbindlichkeiten gingen deutlich zurück:
    • Ursächlich waren hierfür insbesondere geringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Infolge der Verschmelzung der DB Finance werden die durch die DB Finance begebenen Anleihen, die als Darlehen an die DB AG weitergereicht wurden, per 31. Dezember 2025 als Verbindlichkeiten aus Anleihen ausgewiesen (per 31. Dezember 2024: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen). Zudem wirkten niedrigere Verbindlichkeiten aus dem kon­zerninternen Cashpooling, aus Ergebnis­abfüh­rungs­ver­trä­gen sowie Darlehen verschuldungsreduzierend.
    • Auch die Verbindlichkeiten aus Anleihen (per 31. Dezember 2024: Darlehen von der DB Finance i. H. v. 31.171 Mio. €) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen tilgungsbedingt deutlich zurück. Hier wirkte im Wesentlichen die Tilgung von Bankkrediten. In der Erwartung des Mittelzuflusses aus dem Verkauf von DB Schenker in 2025 wurden im Vorjahr verstärkt kurzfristig fällig werdende Finanzschulden aufgenommen, um die im Jahres­verlauf 2024 deutlich reduzierte Emission von Senioranleihen zur Deckung des Finanzbedarfs auszugleichen.
    • Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten, der ganz wesentlich aus der Tilgung von Commercial Paper resultierte, wirkte unterstützend.
  • Die Rückstellungen gingen leicht zurück. Niedrigere Rückstellungen v. a. für ökologische Altlasten und die Stilllegung von Anlagen wurden durch höhere Rückstellungen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen teilweise kompensiert.

Strukturell ergab sich daraus eine deutliche Verschiebung in Richtung des Eigenkapitals.

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