Deutsche Bahn AG (HGB)

Prognosebericht (DB AG)

Erwartete Entwicklung der DB AG

Voraussichtliche Ertragslage

Unsere Prognosen für die Entwicklung des DB-Konzerns und der Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr 2026 basie­ren auf den Erwartungen des DB-Konzerns zu Markt-, Wettbewerbs- und Um­feld­entwicklungen sowie dem Umsetzungserfolg von geplanten Maßnahmen.

Die Ergebnisentwicklung der DB AG wird 2026 maßgeblich durch den Wegfall positiver Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem Verkauf von DB Schenker geprägt werden. Bereinigt um diese Effekte, wird auch 2026 das Ergebnis im Wesentlichen von der Entwicklung der Toch­ter­ge­sell­schaften und damit der Höhe des Beteili­gungs­ergeb­nis­ses geprägt werden. Für 2026 wird insgesamt mit einer deutlich besseren Entwicklung des Be­teili­gungs­ergeb­nisses ge­rechnet, die im Wesentlichen aus leistungsbedingten Zuwächsen insbesondere im Personenverkehr sowie der weiteren Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen resultieren sollte. Auch in der Infrastruktur sollte die Ergebnisentwicklung spürbar besser sein. Es wird erwartet, dass Ertragszuwächse zusätzliche Belastungen übersteigen. Infolge des Wegfalls positiver Einmaleffekte aus dem Verkauf von DB Schenker erwarten wir aber insgesamt einen spürbaren Rückgang des Jahresergebnisses der DB AG.

Die Geschäftsentwicklung des DB-Konzerns und der Konzerngesellschaften wird 2026 weiterhin von Belastungen aus dem hohen Niveau bei Energie-, Einkaufs- und Per­so­nalkos­ten geprägt sein. Zusätzlich wirken sich Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung insbesondere in der Schienen­infrastruk­tur auf die Entwicklung des DB-Konzerns aus. Zudem wird die Entwicklung 2026 voraussichtlich durch die anhaltend schwache konjunkturelle Entwicklung in Deutschland und Eu­ropa gedämpft. Gegensteuerungsmaßnahmen sollten teilweise kompensierend wirken.

Voraussichtliche Finanzlage

Ein effizientes Liquiditätsmanagement hat auch 2026 eine hohe Priorität für den DB-Konzern. Er konzentriert sich darauf, den Mittelfluss aus der betrieblichen Tätigkeit und den Zufluss der Bundesmittel für die Infrastrukturfinanzierung kon­ti­nu­ier­lich zu prognostizieren, da dieser die Hauptquelle für ­liquide Mittel darstellt. 2026 hat der DB-Konzern Finanzverbindlichkeiten i. H. v. rund 2,2 Mrd. € zu tilgen. Dazu gehören Tilgungen für fällig werdende Finanzverbindlichkeiten (ohne kurzfristige Bankverbindlichkeiten). Der Finanzmittelbedarf für die Tilgungen sollte aus vorhandenen liquiden Mitteln aus dem Verkauf von DB Schenker gedeckt werden können. 2026 wird die DB AG voraussichtlich wieder Anleihen emittieren.

Für mögliche Kapitalmarktaktivitäten verfügt der DB-Konzern unverändert über einen angemessenen Finanzierungsspielraum. Die garantierten Kreditfazilitäten dienen als Rückfallebene im Fall einer Störung des Kapitalmarktzugangs. Die kurz- und mittelfris­tige Liquiditätsversorgung ist auch 2026 sichergestellt. Die Brutto-Investitionen des DB-Konzerns werden auch 2026 zum überwiegenden Teil durch Investitionszuschüsse abgedeckt. Sie werden 2026 voraussichtlich deutlich oberhalb des bereits sehr hohen Niveaus in 2025 liegen. Auch die vom DB-Konzern zu finan­zie­renden Netto-In­ves­titionen dürften spürbar ansteigen, da der Anstieg der Brutto-Investitionen nicht ausschließlich aus höheren Bundesmitteln resultiert. Sie werden 2026 voraussich­tlich vollständig aus der Innenfinanzierung abgedeckt.

Die Netto-Finanzschul­den des DB-Konzerns dürften per 31. De­zem­ber 2026 spürbar steigen.

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