Entwicklung der Geschäftsfelder

Entwicklung im Berichtsjahr

  • Leistungsrückgänge infolge schwacher konjunk­tureller Nachfrage und Portfolioanpassungen.
  • Positive Effekte u. a. infolge höherer staatlicher Zuschüsse für die Einzelwagenverkehrs-, Anlagen- und Trassenpreis­förderung, im Zusammen­hang mit Lieferverträgen von Loko­motiven (Schadenersatz), dem Verkauf von Fahrzeugen sowie dem Wegfall negativer Streikeffekte.
  • Wirtschaftliche Entwicklung weiterhin deutlich unter Druck – Gegensteuerungsmaßnahmen und Umsetzung des Transformationsprogramms mit positiven Effekten.
DB Cargo20252024Verände­rung
absolut%
Pünktlichkeit in %67,868,2–0,4
Kundenzufriedenheit in Schulnote2,92,9
Beförderte Güter in Mio. t165,2179,8–14,6–8,1
Verkehrsleistung 1) in Mio. tkm58.53168.545–10.014–14,6
Betriebsleistung in Mio. Trkm105,7131,0–25,3–19,3
Auslastung in t pro Zug553,6523,3+30,3+5,8
Gesamtumsatz in Mio. €4.9685.402–434–8,0
Außenumsatz in Mio. €4.6545.058–404–8,0
EBITDA bereinigt in Mio. €32166+255
EBIT bereinigt in Mio. €–7–357+350–98,0
EBIT-Marge (bereinigt) in %–0,1–6,6+6,5
Brutto-Investitionen in Mio. €472349+123+35,2
Mitarbeitende per 31.12. 2) in VZP25.22429.483–4.259–14,4
Mitarbeitende im Jahresdurchschnitt 2) in VZP27.08430.561–3.477–11,4
Mitarbeitendenzufriedenheit in ZI3,6
Frauenanteil per 31.12. in %14,313,6+0,7
Absolute Treibhausgasemissionen Scope 1 und 2 im Vergleich zu 2019 3) in %–48,7–32,1–16,6

1) Abgerechnete Leistung (Tariftonnenkilometer).
2) Seit 2025 ohne Praktikant:innen und Werkstudent:innen. Wert per 31. Dezember 2024 bzw. des Vorjahres wurde nicht angepasst.
3) Enthält für 2024 von DB Cargo die DB Cargo AG sowie ausländische Tochtergesellschaften ohne deren stationäre Anlagen.

Die Pünktlichkeit von DB Cargo war 2025 rückläufig. Grund für die gesunkene Pünktlichkeit sind die intensive Bautätigkeit und die damit verbundenen reduzierten Kapazitäten auf den Güterverkehrsstrecken sowie die überalterte und störanfällige Infrastruktur, die zu einer Vielzahl von Oberbaustörungen und Langsamfahrstellen führte. Die Anzahl der Rückstauzüge lag auf einem stabilen Niveau.

Die Kundenzufriedenheit war 2025 für DB Cargo in Europa unverändert. Aufgrund der internen Neustrukturierung wurde die Befragung auf die zweite Jahreshälfte verlegt, wobei trotz des angepassten Befragungszeitraums die Beteiligungsquote bei über 50 % gehalten werden konnte.

Die Menge der beförderten Güter sowie die Verkehrs- und Betriebsleistung sind 2025 deutlich gesunken. Treiber waren die schwache konjunkturelle Nachfrage insbesondere in Deutschland sowie Portfolioanpassungen von unrentablen Verkehren v. a. im KV und im Einzelwagenverkehr. Der Wegfall negativer Streikeffekte aus dem Vorjahr sowie die Übernahme von Verkehren der SNCF Fret wirkten positiv. In der Folge sowie aufgrund einer besseren Nutzung der bestellten Trassen in Frankreich und im Vereinigten Königreich stieg die Auslastung. Die schwächere Auslastungsentwicklung in Deutschland wurde dadurch mehr als kompensiert.

Da die Aufwendungen stärker zurückgingen als die Erträge, verbesserten sich die operativen Ergebnisgrößen deutlich. Ertragsseitig verstärkten positive Einmaleffekte u. a. im Zusammenhang mit dem Verkauf von Lokomotiven und Güterwagen die Entwicklung spürbar. Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt sehr herausfordernd; das bereinigte EBIT war weiterhin negativ.

Die Erträge entwickelten sich differenziert und gingen insgesamt zurück:

  • Umsatz (–8,0 % /–434 Mio. €): Rückgang insbesondere getrieben durch die Leistungsentwicklung in Deutschland, im Vereinigten Königreich u. a. bei Metalltransporten und in Spanien (u. a. infolge des Verkaufs von Tochtergesellschaften). Preismaßnahmen wirkten teilweise kompensierend. Bereinigt um negative Währungskurseffekte war der Umsatzrückgang etwas weniger deutlich.
  • Sonstige betriebliche Erträge (+27,6 % /+192 Mio. €): deutlicher Anstieg, v. a. getrieben durch positive Einmaleffekte aus dem Verkauf von Lokomotiven und Güterwagen, überwiegend dadurch, dass 2025 im Rahmen der Transformation von DB Cargo. Sale-and-Leaseback-Verein­barungen abgeschlossen wurden. Zudem wirkten in Deutschland höhere Erträge aus Schadenersatz im Zusammenhang mit Lieferverträgen von Lokomotiven und infrastrukturbedingten Zugausfällen sowie aus staatlichen Zuschüssen für die Einzelwagenverkehrs-, Anlagen- und Trassenpreisförderungµ 89 ertragssteigernd. Insbesondere der Wegfall positiver Effekte aus dem Verkauf von Grundstücken im Vereinigten Königreich im Vorjahr wirkte gegen­läufig dämpfend.

Auf der Aufwandsseite kam es insgesamt zu einem v. a. leistungsbedingten Rückgang, insbesondere getrieben durch den Material- und Personalaufwand.

  • Materialaufwand (–9,0 % /–292 Mio. €): im Wesentlichen leistungsbedingter Rückgang, insbesondere bei Aufwendungen für Instandhaltungsleistungen, Energie sowie für eingekaufte Transportleistungen. Die Instandhaltungsaufwendungen sanken insbesondere mengenbedingt, v. a. infolge des Rückgangs von Revisionen. Beim Energieaufwand wirkten zudem geringere Preise reduzierend. Gegenläufige Effekte resultierten u. a. aus höheren Trassenpreisen in Deutschland.
  • Personalaufwand (–7,1 % /–149 Mio. €): Rückgang infolge der geringeren Mitar­beitendenzahl insbesondere in Deutschland und Spanien. Gegenläufig wirkten zusätzliche Belastungen aus Tarifsteigerungen.
  • Abschreibungen (–22,5 % /–95 Mio. €): deutlicher Rückgang, im Wesentlichen getrieben durch die Verlängerung bilanzieller Nutzungsdauern von Lokomotiven und Güterwagen sowie den Verkauf von Fahrzeugen. Investitionsbedingt höhere Abschreibungen wirkten teilweise gegenläufig.
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen (–9,3 % /–71 Mio. €): Rückgang im Wesentlichen getrieben durch umge­setzte Maßnahmen im Rahmen des Transformationsprogramms (v. a. für IT- und Serviceleistungen sowie infol­ge einer geringeren Mitarbeitendenzahl). Im Vereinigten Königreich gingen zudem leistungsbedingt die Mietaufwendungen insbesondere für Schienenfahrzeuge zurück.

Der Anstieg der Investitionen resultierte v. a. aus der Beschaffung und Anmietung von Lokomotiven und Güterwagen in Deutschland. Hier wirkten auch die 2025 abgeschlossenen Sale-and-Leaseback-Vereinbarungen. In Spanien wirkten gestiegene aktivierungspflichtige Fahrzeug- und Gebäude­anmietungen zusätzlich investitionserhöhend. Der Rückgang des Investitionsvolumens in Italien (u. a. Abschluss von Fahrzeugprojekten im Vorjahr) und Frankreich (v. a. Rückgang der Anmietung von Güterwagen) wirkte gegenläufig.

Die Zahl der Mitarbeitenden sank infolge der Umsetzung von Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Transformationsprogramm insbesondere in Deutschland. In Spanien wirkte zudem der Verkauf von Tochtergesellschaften reduzierend.

Der Frauenanteil stieg per 31. Dezember 2025 trotz eines anspruchsvollen Umfelds durch die Transformation des Geschäftsfelds.

Der Rückgang der absoluten Scope-1- und -2-­­Treib­hausgasemissionen im Vergleich zu 2019 resultierte u. a. aus einer verbesserten Treibhausgasintensität des Traktionsstroms, der Modernisierung der Fahrzeugflotte und einem höheren Anteil von HVO an der Gesamtkraftstoffmenge für die Betankung von Triebfahrzeugen.

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