Entwicklung der Infrastruktur
2025 flossen 23,7 Mrd. € in den Ausbau, die Erneuerung und Instandhaltung des Netzes, der Bahnhöfe und der Energieanlagen. Darin enthalten sind u. a.:
- LuFV-Mittel (Zuschüsse, Eigenkapital und Eigenbeitrag) i. H. v. 11,1 Mrd. €, rund 5,1 Mrd. € für die Instandhaltung (Eigenbeitrag und Baukostenzuschüsse), 3,3 Mrd. € für Projekte des Bedarfsplans sowie
- Mittel für das Bestandsnetz außerhalb der LuFV wie das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG), die Digitale Schiene Deutschland (DSD) oder das Klimaschutzprogramm (KSP) i. H. v. rund 3,8 Mrd. €.
Wesentliche Entwicklungen beim Ausbau und bei der Erneuerung des Schienennetzes waren 2025 u. a.:
- Korridorsanierung Hamburg — Berlin: DB InfraGO hat am 1. August 2025 mit der umfassenden Erneuerung und
Modernisierung der 278 km langen Strecke zwischen Hamburg und Berlin begonnen. Züge des Fern- und Güterverkehrs fahren während der Sperrung auf Umleitungsstrecken. Als Ersatz für Zugverbindungen im Nahverkehr, die während der Bauphase nicht angeboten werden können, kommen mehr als 170 Busse zum Einsatz. Mit täglich rund 470 Zügen des Regional-, Fern- und Güterverkehrs gilt die Strecke als hochbelastet. Während der Bauarbeiten sollen insgesamt u. a. mehr als 180 km Gleise und über 200 Weichen erneuert werden. Sechs zusätzliche sog. Überleitstellen sorgen künftig für mehr Stabilität und Flexibilität im Betrieb. So können z. B. schnellere Züge des Personenverkehrs langsamere Güterzüge überholen. Zudem wird DB InfraGO an der Strecke mindestens 20 von 28 Bahnhöfen modernisieren. Darüber hinaus nutzen wir die Bauphase, um Funkmasten für den künftigen Bahnfunk FRMCS (Future Rail Mobile Communication System) aufzubauen. Die Masten sollen gleichzeitig den öffentlichen Mobilfunknetzbetreibern zugänglich gemacht werden, um langfristig Mobilfunk mit Gigabit-Datenraten im Zug anbieten zu können. - Nürnberg — Bamberg: DB InfraGO hat den viergleisigen Ausbau der Strecke zwischen Nürnberg und südlich von Bamberg im September 2025 abgeschlossen. Der Abschnitt gehört zur Schnellfahrstrecke München — Berlin und zählt mit durchschnittlich 350 Zügen pro Tag zu den meistbefahrenen Strecken in Bayern. Bund, Freistaat Bayern, Kommunen und DB-Konzern investierten rund 2 Mrd. € in den Ausbau der Gleise und Anlagen in dem 52 km langen Abschnitt.
- Regensburg — Schwandorf: DB InfraGO hat im August 2025 die Modernisierung der Strecke Regenburg — Schwandorf abgeschlossen. Es wurden insgesamt 47 km Gleise und 28 Weichen erneuert sowie 7 Bahnübergänge modernisiert. Insgesamt investierte der DB-Konzern rund 127 Mio. € in die Modernisierung der Strecke Regensburg — Weiden. Diese Strecke wird bei der 2026 anstehenden Modernisierung der Korridore Nürnberg — Regensburg und Obertraubling — Passau auch als Umleitungsstrecke dienen.
- Rechte Rheinstrecke: DB InfraGO hat die letzten Bauaufträge für die Korridorsanierung der über 80 km langen Strecke zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen vergeben. Bereits im Sommer 2025 konnte DB InfraGO die Bauleistungen für die vier weiteren Bauabschnitte in Rheinland-Pfalz und Hessen vergeben. Zudem haben die vorbereitenden Arbeiten für die Korridorsanierung ab Juli 2026 begonnen.
- Emmerich — Oberhausen: Der DB-Konzern hat im Juli 2025 die Hälfte der 80-wöchigen Bauzeit absolviert. Seit November 2024 wurden entlang der rund 73 km langen Strecke u. a. 14 km Gleis neu gebaut, 7,5 km neue Oberleitung installiert, drei neue Bahnsteige in Betrieb genommen und auf rund 5 km neue Schallschutzwände aufgestellt. Hinzu kamen 2025 die Erweiterung bzw. der Neubau von acht Brücken und die Beseitigung von vier Bahnübergängen.
- Leipzig — Dresden: Der DB-Konzern hat den Ausbau des Abschnitts Zeithain — Leckwitz der insgesamt 117 km langen Ausbaustrecke Leipzig — Dresden abgeschlossen. Damit wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht.
- Eifelstrecke: Knapp vier Jahre nach der Flutkatastrophe fahren seit dem 16. Juni 2025 wieder durchgehend Züge zwischen Gerolstein und Köln. Der DB-Konzern hat gemeinsam mit den Ländern, Kommunen und Aufgabenträgern die stark beschädigte Eifelstrecke umfassend instand gesetzt. Auch die Elektrifizierung der Strecke hat begonnen, mit einem durchgehend elektrifizierten Zugverkehr wird ab 2028 gerechnet.
- Lübeck—Schwerin: Mit einem Spatenstich am 13. Juni 2025 hat der DB-Konzern den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Lübeck und Bad Kleinen gestartet. Bis 2028 sollen 63 km Strecke modernisiert und elektrifiziert werden. Herzstück ist die neue Gallentiner Kurve, die Direktverbindungen zwischen Lübeck und Schwerin ermöglicht. Zudem entstehen zwei digitale Stellwerke, und Überholgleise werden verlängert – für schnelleren Nahverkehr und leistungsfähigeren Güterverkehr.
- Neues ESTW Linker Rhein: Der DB-Konzern hat im Mai 2025 das neue elektronische Stellwerk (ESTW) Linker Rhein in Betrieb genommen. Seitdem werden die Nah- und Fernverkehrszüge sowie Züge des Güterverkehrs zwischen Köln und Bonn von der modernen Schaltzentrale in der Kölner Innenstadt gesteuert. Für das neue Stellwerk wurden in den vergangenen fünf Jahren u. a. 400 km Kabel verlegt und 200 neue Signale installiert.
- Sachsen-Franken-Magistrale: Am 12. Juni 2025 wurde der Abschnitt zwischen Altenburg und Treben-Lehma offiziell in Betrieb genommen. Mit Abschluss der Arbeiten hat der DB-Konzern einen weiteren wichtigen Meilenstein bei der Modernisierung der Sachsen-Franken-Magistrale erreicht. Der DB-Konzern hat diesen Abschnitt mit 6 km neuen Gleisen, 14 km neuer Oberleitung, 42 neuen Weichen und 9 neuen oder sanierten Eisenbahnbrücken sowie neuen Lärmschutzwänden von 2,7 km Länge modernisiert, damit Züge künftig 160 km / h fahren können.
- 2. Stammstrecke München: Im Juni 2025 wurde mit der Inbetriebnahme des ESTW München Ost ein zentraler Meilenstein für die digitale Steuerung und die Betriebsstabilität im Münchner Bahnnetz erreicht. Das ESTW steuert rund 150 Signale, 60 Weichen und 5 Weichenheizstationen. Hierfür wurden über 400 km verlegte Kabel, rund 240 Geschwindigkeitsprüfer und 270 Achszähler eingebaut.
- Stuttgart 21: Im künftigen Durchgangsbahnhof sind die Arbeiten an den Lichtaugen abgeschlossen. Die ersten zwei Gitterschalen, die die Eingänge zur Bahnsteighalle bilden, sind fertiggestellt. Der Einbau der Fahrtreppen und Aufzüge ist weit fortgeschritten. Im Oktober 2025 fand das Richtfest am historischen Bonatzbau statt. Im Mai 2025 erfolgten die ersten sog. Hochtastfahrten mit bis zu 275 km/h im Bereich Fildern bis Wendlingen. Der DB-Konzern hat die Stuttgart-21-Projektpartner am 15. Dezember 2025 im Lenkungskreis darüber informiert, dass das Projekt aufgrund neuer Erkenntnisse und Prüfungen beim Pilotprojekt Digitaler Knoten Stuttgart (DKS) nicht wie bisher angestrebt von Dezember 2026 an stufenweise in Betrieb gehen kann. Die Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart — Ulm GmbH ist damit beauftragt, bis spätestens Mitte 2026 ein neues Inbetriebnahmekonzept zu erarbeiten und mit allen Projektpartnern verbindlich abzustimmen. Dabei hat oberste Priorität, von Beginn an einen sicheren und zuverlässigen Bahnbetrieb mit verlässlichen Fahrplänen zu gewährleisten. Voraussetzung dafür ist auch eine ausreichend lange Testphase.
| Baubeginne 2025 | |
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| Projektname | Projektbeschreibung |
| Kombinierter Verkehr |
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| Ausbaustrecke (ABS) Berlin— Hannover |
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| Rhein-Ruhr-Express (RRX) |
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| Bahnhof Fangschleuse |
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| Ausbaustrecke (ABS) Lübeck— Schwerin |
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| Kehl— Appenweier |
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| Nordmainische S-Bahn |
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| S-Bahn Ertüchtigung Harburger und Bergedorfer Korridor |
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| Bahnhof Kempten |
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| Hochrheinstrecke |
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| Homburg— Zweibrücken |
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| Inbetriebnahmen 2025 | |
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| Projektname | Projektbeschreibung |
| Knoten Halle |
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| Kombinierter Verkehr |
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| Aus- und Neubaustrecke (ABS/NBS) Nürnberg —Erfurt (VDE 8.1) |
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| Knoten Berlin (Dresdner Bahn) |
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| Ausbaustrecke (ABS) Angermünde — Stettin |
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| Karlsruhe — Basel |
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| Ausbaustrecke (ABS) Leipzig — Dresden (VDE 9) |
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| Rhein-Ruhr-Express |
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Daneben befanden sich 2025 folgende Bedarfsplan- und GVFG-Projekte im Bau:
| Im Bau befindliche Projekte 2025 | |
|---|---|
| Projektname | Projektbeschreibung |
| Ausbaustrecke Stelle — Lüneburg |
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| Aus- und Neubaustrecke (ABS/NBS) Nürnberg — Erfurt (VDE 8.1) |
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| Ausbaustrecke (ABS) Leipzig — Dresden (VDE 9) |
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| Ausbaustrecke (ABS) Karlsruhe — Stuttgart — Nürnberg—Leipzig/Dresden |
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| Ausbaustrecke (ABS) Ludwigshafen — Saarbrücken |
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| Aus- und Neubaustrecke (ABS/NBS) Stuttgart—Ulm— Augsburg |
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| Aus- und Neubaustrecke (ABS/NBS) Karlsruhe— Offenburg — Freiburg — Basel (1. und 2. Baustufe) |
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| Ausbaustrecke (ABS) (Amsterdam)—Grenze Deutschland/Niederlande—Emmerich— Oberhausen |
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| Knoten Frankfurt am Main |
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| Kombinierter Verkehr |
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| Aus- und Neubaustrecke (ABS/NBS) Hanau—Würzburg/Fulda — Erfurt |
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| Rhein-Ruhr-Express |
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| Aus- und Neubaustrecke (ABS/NBS) Hamburg— Lübeck— Puttgarden |
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| Ausbaustrecke (ABS) Uelzen— Stendal — Magdeburg — Halle (Ostkorridor Nord) |
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| Knoten Magdeburg |
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| 740-m-Netz |
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| Knoten Hamburg |
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| Ausbaustrecke Köln — Aachen |
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| Knoten Köln |
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| Ausbaustrecke (ABS) Knappenrode — Horka |
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| Nahschnellverkehr Rhein-Neckar |
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| S-Bahn Nürnberg |
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| S-Bahn München |
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| München S-Bahn (Erdinger Ringschluss) |
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| S-Bahn Berlin |
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| Vom Hochwasser (2021)betroffene Strecken |
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Am Jahresende 2025 befanden sich insgesamt 211 Bedarfsplan- und GVFG-Projekte in Planung und Bau (49 GVFG, 162 Bedarfsplan). Weitere Informationen zu den Projekten sind online im BauInfoPortal verfügbar.
Programm »Kleine und mittlere Maßnahmen«
Ein Fokus von DB InfraGO liegt auf der schnellen Kapazitätserweiterung im Bestandsnetz. Bis 2030 setzen wir dazu ein umfangreiches Portfolio von kleinen und mittleren Maßnahmen um. Diese Maßnahmen verbessern kurzfristig die Engpasssituation und die Störungsresilienz des Netzes, wirken für alle Verkehrsarten (Personennah- und -fernverkehr sowie Güterverkehr) im Bestandsnetz und werden im Schwerpunkt auf dem Hochleistungsnetz umgesetzt. Zu den Projekten zählen infrastrukturelle Maßnahmen wie zusätzliche Überleitmöglichkeiten, Signale oder neue Bahnsteige. 2025 konnten 33 Maßnahmen umgesetzt werden, u. a. Gleiswechselbetrieb Saalfeld—Unterwellenborn, Bahnsteigneubau und Elektrifizierung Stuttgart-Feuerbach oder die Überleitstellen Torfmoorsee und Rodde zwischen Ibbenbüren-Esch und Rheine.
Maßnahmen an Bahnhöfen
Ende Dezember 2025 befanden sich deutschlandweit über 3.000 Projekte an rund 950 Bahnhöfen in Umsetzung. Einige unserer Bauprojekte mit überregionaler Bedeutung sind:
- Dortmund Hauptbahnhof: Der Bahnhof ist nach Abschluss aller Modernisierungsmaßnahmen seit dem ersten Quartal 2025 komplett stufenfrei nutzbar, wodurch eine barrierefreie Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel gegeben ist.
- Duisburg Hauptbahnhof: Seit Mitte 2022 laufen die Arbeiten zur Erneuerung aller Bahnsteige und zum Bau des neuen Hallendachs. Im Oktober 2025 wurden der dritte und vierte der insgesamt sechs Bahnsteige inkl. des zugehörigen neuen Hallendachs nach Neubau wieder für den Verkehr freigegeben. Das Gesamtprojekt läuft nach aktueller Planung bis 2028.
- Hannover Hauptbahnhof: Hier erfolgt seit Sommer 2022 sukzessive die Erneuerung aller Bahnsteige, Bahnsteigdächer und einiger Brückenbauwerke. Die Arbeiten am ersten Bahnsteig A sind seit Mitte 2025 abgeschlossen. Seit Mitte 2024 werden die Erneuerungsarbeiten am zweiten Bahnsteig B durchgeführt. Der Baustart für den dritten Bahnsteig C soll 2029 sein. Da sich die Bauarbeiten aus betrieblichen Gründen auf die Zeit um die Sommerferien konzentrieren und von Parallelprojekten im Knoten Hannover abhängig sind, können die Maßnahmen voraussichtlich erst Mitte der 2030er-Jahre abgeschlossen werden.
- Berlin Ostbahnhof: Die Hauptbauarbeiten am Hallendach zur Erneuerung der Dachhaut, zum Einbau neuer Oberlichter und zur Erneuerung des Korrosionsschutzes an allen Dachbindern mit dem Rückbau des großen Portalkrans sind seit Mitte 2025 abgeschlossen. Nachlaufend finden noch Restarbeiten bis 2026 statt. Durch die gewählte Form der Bauausführung konnte der Verkehr während der Arbeiten fast durchgängig aufrechterhalten werden.
- Bahnhof Hamburg-Altona: Hier wird der Kopfbahnhof für den Fern- und Regionalverkehr verlegt. Die heutige S-Bahn-Station Diebsteich soll durch den zusätzlichen Ausbau zum Durchgangsbahnhof werden. Es sollen insgesamt vier Bahnsteige und ein Empfangsgebäude errichtet werden. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Anfang 2025 wurde der neue S-Bahnsteig in Betrieb genommen. Die drei Fern- und Regionalbahnsteige sollen voraussichtlich 2027 fertiggestellt werden. Für den Stationsbetrieb soll in Abstimmung mit der Stadt Hamburg ein Interimsbauwerk errichtet werden, da sich der Bau des Empfangsgebäudes wegen des Verbindungsentlastungstunnels über 2029 hinaus verzögert.
- Bahnhof Bitterfeld: Das alte Bahnhofsgebäude wurde aufgrund der schlechten Bausubstanz und des großflächigen Leerstands zurückgebaut und durch ein neues, an den aktuellen Anforderungen ausgerichtetes Empfangsgebäude ersetzt. Der neue Bahnhof wurde im Juli 2025 in Betrieb genommen. Das Gebäude mit einer Fassade aus recyceltem Aluminium, begrüntem Dach und Fernwärme gehört zu den nachhaltigsten Bahnhöfen Deutschlands. Fast die gesamte Dachfläche wird für die Gewinnung von regenerativer Energie durch die Photovoltaikanlage genutzt. Der Neubau ist ein gemeinschaftliches Projekt des DB-Konzerns, der Stadt und der NASA GmbH.
Entwicklung der baulichen Barrierefreiheit
DB InfraGO hat das Ziel, allen Menschen einen Zugang zur Bahn zu ermöglichen. Dafür wurden 2025 insgesamt rund 160 Bahnsteige erneuert, aufgehöht und barrierefrei erschlossen. Die umfangreichen Investitionen haben zu deutlichen Fortschritten geführt: Per 30. November 2025 waren bereits über 88 % unserer Bahnsteige stufenfrei erreichbar, wovon mehr als 93 % aller Reisenden profitieren. Darüber hinaus steigen 95 % aller Reisenden an Bahnsteigen mit einer Mindesthöhe von 55 cm ein und aus. Dies ist für mobilitätseingeschränkte Reisende sowie Reisende mit Kindern oder Kinderwagen von großer Bedeutung. Es werden vorrangig jene Bahnhöfe barrierefrei ausgebaut, die täglich von mehr als 1.000 Reisenden genutzt werden.
Durch die Nachrüstung von über 35.000 taktilen Handlaufschildern an Treppen und Rampen seit 2020 konnte der Anteil der Bahnsteige mit entsprechenden Schildern auf 79 % verdreifacht werden – ein wichtiger Fortschritt für seheingeschränkte Reisende. Anhand von elf Ausstattungsmerkmalen des Bewertungssystems zur weitreichenden Barrierefreiheit wird der Ausbaustand systematisch erfasst und für die Reisenden je Gleis veröffentlicht.
Trotz dieser maßgeblichen Verbesserungen gibt es noch über 2.500 meist sehr alte Bahnsteige mit niedrigen Bahnsteighöhen (≤ 38 cm) im Netz. Um barrierefreies Reisen für alle zu ermöglichen, ist es notwendig, sämtliche niedrigen Bahnsteige (≤ 38 cm) auf die Zielhöhe (gem. Bahnsteighöhenkonzept) anzuheben und mit barrierefreien Zugängen auszustatten. Außerdem müssen noch an vielen Bahnsteigen und deren Zuwegungen taktile Leitsysteme ergänzt werden, um für sehbehinderte und blinde Reisende überall einen barrierefreien Zugang zu schaffen.
Erneuerung des Mobilitätsservice
Der Mobilitätsservice von DB InfraGO unterstützt Reisende mit Mobilitätseinschränkungen bei ihrer Reiseplanung und unterwegs – insbesondere beim Ein-, Aus- und Umsteigen sowie bei speziellen Serviceleistungen an über 700 Bahnhöfen in Deutschland. Zentrale Verbesserung 2025 war die Überführung des Mobilitätsservice-Zentrale-Formulars von DB Vertrieb zu DB InfraGO. Seit Juni 2025 steht zudem eine visuell überarbeitete, barrierefreie Website bereit, die die einfache und intuitive Buchung von Hilfeleistungen (wie bspw. Einstiegshilfe mit Rollstuhl) ermöglicht. Darüber hinaus werden digitale Lösungen entwickelt, um interne Abläufe rund um die Unterstützung effizienter zu gestalten und die Servicemitarbeitenden zu entlasten.