Entwicklung der Geschäftsfelder

Umweltmaßnahmen

DB InfraGO hat auch 2025 zahlreiche Umweltschutzmaßnahmen um- bzw. fortgesetzt:

  • Lärmsanierung: Die freiwillige bundesweite Lärmsanierung an bestehenden Eisenbahnstrecken des Bundes und die Maßnahmen auf Basis der jeweiligen Machbarkeitsuntersuchungen im Mittelrheintal, Elbtal und Inntal wurden 2025 fortgesetzt. Weitere Informationen in der ungeprüften Nachhaltigkeitserklärung im Kapitel Betroffene Gemeinschaften (ESRS S3).
  • Wärmewende: Wir arbeiten weiter intensiv an einer klimafreundlicheren Umrüstung aller heute fossil beheizten und voraussichtlich auch nach 2040 noch benötigten Standorte wie z. B. Werkstätten, Betriebsgebäuden oder Netzstandorten. Bei den Personenbahnhöfen wurden 2025 zwei Vorhaben umgesetzt, bei denen eine fossile Heizungsanlage durch eine erneuerbare Wärmeversorgung ersetzt wurde. Ergänzend dazu befinden sich Maßnahmen an 38 weiteren Standorten in der Planungsphase für eine regenerative Wärmeerzeugung.
  • Photovoltaik auf Bahnsteigdächern: Photovoltaikanlagen werden seit Januar 2024 grundsätzlich bei Neubauten und Ersatzneubauten von Bahnsteigdächern realisiert, sofern sie sich wirtschaftlich und technisch umsetzen lassen. Durch die Integration von Photovoltaikmodulen wird die Eigenerzeugung erneuerbarer Energie in Personenbahnhöfen ausgebaut und die Treibhausgasbilanz des Bahnbetriebs verbessert. 2025 wurde ein Handlungsleitfaden erarbeitet, der bei Bauprojekten die Realisierung von Maßnahmen gem. §11a AEG (Nutzung von Eisenbahnanlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien) unterstützt. Mittlerweile sind 24 Bahnsteigdächer mit Photovoltaikanlagen in Planung und weitere werden suk­zessive aufgenommen.
  • Ökobilanzierung der Baustandards der Verkehrsstationen: Für alle standardisierten Anlagen der Verkehrsstationen wurde 2025 eine Ökobilanzierung gem. DIN EN ISO 14040 und 14044 durchgeführt und die wesentlichen Materialflüsse und Emissionstreiber identifiziert. Dadurch konnten belastbare Vergleichswerte für alle relevanten Anlagenklassen – von Bahnsteigen über Dächer bis zu Personenaufzügen – ermittelt und das Treibhausgasreduktionspotenzial systematisch bewertet werden. Eine Treibhausgasprognose über die Projektplanung wurde auf Basis dieser Erkenntnisse aufgesetzt.
  • Pilotierung und Zulassung emissionsreduzierter Baustoffe: Im Rahmen eines Pilotprojekts testet DB InfraGO am Bahnhofsvorplatz Berlin Südkreuz seit April 2025 neun emissionsreduzierte Bodenbelagssysteme, sog. Ökobetone. Ziel ist es, die mechanischen, chemischen und optischen Eigenschaften der Materialien unter Realbedin­gungen zu bewerten und ihr Einsparpotenzial im Hinblick auf Treibhausgasemissionen zu validieren. Je nach Produktansatz lassen sich die Emissionen in der Herstellung um bis zu 60 % senken. Zwei Bodenbeläge für den Bahnsteigbau sind bereits seit 2024 für den Einsatz in Bauprojekten zugelassen und DB-Anwenderfreigaben erteilt.
  • »Railmap klimaneutrale Schieneninfrastruktur«: Im ­Rahmen der Railmap für klimafreundliche Schieneninfra­struk­tur ergreifen wir Maßnahmen, um die bei Bau und Unterhaltung der Schieneninfrastruktur anfallenden Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Dazu gehören Abstimmungen mit dem BMV und EBA zu Fördermöglichkeiten für emissionsarme Baumaterialien sowie ein enger Austausch mit der Grundstoffindustrie. 2025 wurde ein Zuwendungsbescheid für ein Pilotvorhaben zur Errichtung einer Eisenbahnüberführung mit emissionsreduziertem Beton mit dem BMV und EBA erreicht. Die Ausschreibung und Vergabe des Bauwerks erfolgten im Herbst 2025. Der Baubeginn ist für 2026 geplant. Ebenso konnte in Verhandlungen mit dem BMV eine vorhabenbezogene Finanzierungszusage für ein weiteres Pilotvorhaben erreicht werden. Geplant ist, im Zuge der Neubaustrecke Kurve Kassel die ersten genehmigungsrechtlichen Schritte zu durchlaufen, um verschiedene emissionreduzierte Betone in das Regelwerk des DB-Konzerns aufzunehmen. Die Finanzierung der wissenschaftlichen Begleitung und der notwendigen internen Genehmigungen und Zulassungen im Einzelfall erfolgt aus Mitteln des Bundeshaushalts des Bedarfsplanumsetzungsvereinbarungs-Projekts Kurve Kassel. 2026 soll die Errichtung der Stützwand aus emissionsreduzierten Betonen beginnen.
  • Nachhaltige Bahnhofsgebäude: Der »Kleine Grüne Bahnhof« steht für eine neue Generation von Bahnhofsgebäuden, die klimafreundlicher gebaut und betrieben werden.
    • In Bitterfeld wurde im Frühjahr 2025 ein besonders klima­freundliches Bahnhofsgebäude fertiggestellt. Mit dem beim Bau verwendeten recycelten Aluminium, einer Photovoltaikanlage, die zu 100 % den Strombedarf deckt, einem begrünten Dach sowie Fernwärmeversorgung zählt das Bahnhofsgebäude zu den nachhaltigsten Empfangsgebäuden des DB-Konzerns.
    • Das Programm der »Kleinen Grünen Bahnhöfe« wird weiterentwickelt. Fünf zusätzliche Standorte befinden sich derzeit in der Planungsphase. Die ersten beiden Piloten in Zorneding und Haar wurden im September 2025 mit dem Brunell Award für herausragende Gestaltung im Eisenbahnsektor ausgezeichnet.

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