Entwicklung der Geschäftsfelder

Geschäftsmodell

Geschäftsmodell DB Regio
DB_Regio

DB Regio verfolgt das Ziel, täglich Millionen von Reisenden im Regionalverkehr sicher, pünktlich, komfortabel und umweltfreundlich zu ihrem Wunschziel zu befördern – stets unter Einhaltung der Vorgaben der jeweiligen Verkehrsverträge.

Das Kerngeschäft umfasst den Schienenpersonennah­verkehr (SPNV) mit Regional-Express-, Regionalbahn- und S-Bahn-Linien sowie den öffentlichen Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV), der sowohl planmäßige Linienverkehre als auch flexible bzw. bedarfsorientierte Angebote beinhaltet, die nicht nach festem Fahrplan verkehren. Dazu zählen Regio­nalbus-, Stadtbus-, Überland- und Expressbuslinien sowie, insbesondere in Gebieten und Zeiten mit geringer Nachfrage, digitale Rufbusse oder On-Demand-Shuttles, die telefonisch oder über eine App gebucht werden. Ergänzt wird dieses Angebot auf der Straße durch Charter- und Schienenersatz­verkehre. So wird eine flächendeckende und vielseitige Mobilität gewährleistet.

Um neue Nutzergruppen zu erschließen und eine hohe Kundenakzeptanz sicherzustellen, setzt DB Regio auf die kontinuierliche Integration der bestehenden Mobilitätselemente auf physischer, digitaler und tariflicher Ebene. Dieser ganzheitliche Ansatz richtet sich insbesondere an suburbane und ländliche Räume, um auch dort öffentliche Mobilität als Teil der Daseinsvorsorge und Alternative zum privaten Pkw zu etablieren. Hierfür spielen On-Demand-Verkehre als Zubringer zum klassischen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), unterstützt durch intelligent geplante und verzahnte Angebote und digitale Technologien, eine besondere Rolle.

Gemeinsam mit Aufgabenträgern und Umsetzungspartnern verfolgt DB Regio den sukzessiven Ausbau und die Weiterentwicklung solcher zukunftsweisenden Verkehrskonzepte. Hierbei ermöglicht die regionale Organisationsstruktur DB Regio ein an den Anforderungen der Besteller und lokalen Kundenbedürfnissen ausgerichtetes Nahverkehrsangebot.

Die Leistungen im SPNV werden i. d. R. im Rahmen des Regionalisierungsgesetzes als Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge im Auftrag der jeweiligen Aufgabenträger – überwiegend Bundesländer, landeseigene Gesellschaften oder kommunale Zweckverbände – erbracht. Im Zuge überwiegend wettbewerblicher Vergaben werden langfristige Verkehrsverträge (meist mit einer Laufzeit von 10 bis 15 Jahren) oder Liniengenehmigungen abgeschlossen, die Leistungsumfang und Qualität vorgeben.

Mit hochwertigen Verkehrskonzepten, kundenorientierten Mobilitätsdienstleistungen sowie gezielten Investitionen in Fahrzeugflotten, Produktentwicklung und Digitalisierung will DB Regio seine führende Marktposition sichern und seine Rolle als Qualitäts- und Innovationsführer im SPNV stärken.

Wichtige Leistungskennzahlen sind die Verkehrs- und Betriebsleistung, wobei Verkehrsverträge i. d. R. auf die Betriebsleistung referenzieren. Neben den Bestellerentgelten sind auch die Erlöse aus Fahrscheinverkäufen eine wichtige Einnahmequelle. Weiter an Bedeutung gewinnen sog. Bruttoverträge, wo Fahrgelderlöse direkt beim Besteller verbleiben und das Verkehrsunternehmen ausschließlich durch den Aufgabenträger vergütet wird.

Langfristige Verkehrsverträge und die Vorhaltung umfangreicher Produktionssysteme führen zu einer kostenintensiven Struktur mit hohem Fixkostenanteil, insbesondere bei Personal-, Fahrzeug-, Instandhaltungs- und Infrastrukturkosten. Nur ein geringer Teil der Aufwendungen variiert mit der Zugauslastung.

Bei Schienenausschreibungen wurden traditionell häufig integrierte Leistungspakete (Fahrzeugbeschaffung, Finanzierung, Flottenmanagement, Betrieb und Instandhaltung) gefordert. Zunehmend kommen auch fragmentierte Vergabemodelle zum Einsatz, bei denen einzelne Leistungen – wie Finanzierung, Betrieb oder Instandhaltung – separat ausgeschrieben bzw. vergeben werden. Aufgrund der umfassenden Kompetenzen in allen Wertschöpfungsstufen kann DB Regio flexibel als Systemdienstleister, Teilleistungsanbieter oder Subunternehmer agieren.

Im ÖSPV bleibt der Wettbewerb intensiv, bedingt durch europaweite Ausschreibungen und einen kleinteiligen, lokalen Markt mit rund 400 Bestellern (Aufgabenträgern), wie Landkreisen, kreisfreien Städten oder Zweckverbänden. Bruttoverträge mit acht- bis zehnjähriger Laufzeit sind hier gängig.

Bei städtischen Verkehren werden Verkehrsleistungen häufig über Inhouse-Vergabe, eine spezielle Form der Direktvergabe, unmittelbar vom zuständigen Aufgabenträger an eine kommunale Verkehrsgesellschaft (z. B. städtische Verkehrsunternehmen) übertragen. Zur Durchführung einzelner Linien oder Teilbereiche des Betriebs können diese kommunalen Gesellschaften regionale Verkehrsunternehmen (z. B. lokale Busunternehmen) als Subunternehmer einsetzen.

Die Integration von Linien- und Bedarfsverkehren eröffnet perspektivisch weitere Effizienzpotenziale im ÖSPV, erfor­dert jedoch zunehmend funktional gestaltete Ausschreibungen. Dabei wird dem Auftragnehmer neben der Aus­füh­rung auch die Planung und Konzeption der Leistung übertragen – stets mit Fokus auf Kundenorientierung.

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