Geschäftsverlauf

Bilanz

Bilanz per 31.12. / in Mio. €20252024Verände­rung
absolut%
Bilanzsumme88.87783.898+4.979+5,9
Aktivseite    
Langfristige Vermögenswerte69.45061.300+8.150+13,3
Kurzfristige Vermögenswerte19.42722.598–3.171–14,0
Passivseite    
Eigenkapital30.16117.203+12.958+75,3
Langfristiges Fremdkapital39.20141.629–2.428–5,8
Kurzfristiges Fremdkapital19.51525.066–5.551–22,1

Es gab 2025 keine wesentlichen Änderungen in den Inter­national-Financial-Reporting-Standards-(IFRS-)Vorschriften oder den Konsolidierungs- und Rechnungslegungsgrund­sät­zen des DB-­­Konzerns, aus denen sich Veränderungen für den Kon­zern-­­Abschluss ergeben haben.

Die Bilanzsumme stieg deutlich:

  • Die langfristigen Vermögenswerte stiegen v. a. getrieben durch ein höheres Sachanlage­vermögen (+8.717 Mio. €) infolge deutlich gestiegener Netto-Investitionen in der Infrastruktur, die v. a. durch gegenläufige Effekte aus Wertminderungen von Fahrzeugen bei DB Fernverkehr gedämpft wurden. Teilweise kompensierend wirkte zudem insbesondere der Rückgang der langfristigen Forderungen und sonsti­gen Vermögenswerte (–542 Mio. €; v. a. infolge des Rückgangs der Forderungen aus Verkehrskonzessionen nach IFRIC 12 bei DB Regio sowie infolge des Fälligkeitenprofils von Schuldanerkenntnissen bei DB Fernverkehr [gegenläufiger Effekt in den sonstigen kurzfristigen Forderungen]).
  • Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen deutlich zurück. Maßgeblich waren v. a.:
    • deutlich geringere zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (–10.548 Mio. €) infolge des Verkaufs von DB Schenker.
    • Die sonstigen Beteiligungen und Wertpapiere (–514 Mio. €) gingen infolge eines geänderten Ausweises von Geldmarktfonds ebenfalls zurück. Anteile an Geldmarktfonds werden seit 2025 den flüssigen Mitteln zugerechnet.
    • Insbesondere der Anstieg der flüssigen Mit­tel (+7.238 Mio. €) v. a. infolge des Mittelzuflusses aus dem Verkauf von DB Schenker wirkte gegenläufig teilweise kompensierend. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+351 Mio. €; im Wesentlichen höhere Ansprüche aus Verkehrsverträgen bei DB Regio und Stichtagseffekte bei DB Fernverkehr) sowie die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte (+289 Mio. €; u. a. infolge des Fälligkeitenprofils von Schuldanerkenntnissen bei DB Fernverkehr) stiegen an.

Die Struktur der Aktivseite hat sich infolge der Entkonsolidierung von DB Schenker bei gleichzeitig höherem Sachan­lagevermögen verändert. Der Anteil der lang­fris­tigen Vermögenswerte hat sich spürbar erhöht.

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital deutlich, v. a. durch

  • die Eigenkapitalerhöhung des Bundes (+8.314 Mio. €) zur Finanzierung von Investitionen in die Schieneninfrastruktur, sowie
  • eine insgesamt positive Ergebnisentwicklung (+5.320 Mio. €). Positive Einmaleffekte insbesondere aus dem Verkauf von DB Schenker wurden dabei durch gegenläufige Einmaleffekte v. a. aus Wertminderungen bei DB Fernverkehr teilweise kompensiert.
  • Unterstützend wirkte zudem der Anstieg der in den Rücklagen erfassten Änderun­gen im Zu­sam­menhang mit der Neubewertung von Pensio­nen (+577 Mio. €).
  • Gegenläufig eigenkapitalmindernd wirkten v. a. die Tilgung einer Hybridanleihe (–1.000 Mio. €), die aufgrund ihrer Einstufung als Nachrangkapital gem. den IFRS dem Eigenkapital zuzurechnen war, sowie
  • übrige Veränderungen des erwirtschafteten Ergebnisses (–179 Mio. €) im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Verkauf von DB Schenker (Umgliederungen von in den Rücklagen erfassten Änderungen im Zusammenhang mit der Neubewertung von Pensionen sowie Währungskursumrechnung).

Der spürbare Anstieg des Eigenkapitals führte bei einer unterproportional gestiegenen Bilanzsumme zu einer deutlich höheren Eigenkapitalquote.

  • Das langfristige Fremdkapital ist deutlich gesunken. Im We­sent­lichen wurde diese Entwicklung geprägt durch:
    • deutlich niedrigere langfristige Finanzschulden (–3.795 Mio. €),
    • einen Rückgang der Pensionsver­pflich­tun­gen (–415 Mio. €) v. a. infolge eines höheren Zinssatzes bei der Neu­bewertung,
    • geringere übrige Verbindlichkeiten (–174 Mio. €; u. a. infolge des Fälligkeitenprofils von Schuldanerkenntnissen bei DB Fernverkehr [gegenläufiger Effekt in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten]) sowie
    • niedrigere langfristige derivative Finanzinstrumente (–80 Mio. €).
    • Gegenläufig stiegen die passiven Abgrenzungen (+1.804 Mio. €; im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Auszahlung eines Darlehens des Bundes) sowie die Rückstellungen (+228 Mio. €; u. a. Zuführungen zu Rückstellungen für personalvertragliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Beschäftigungssicherung) an.
  • Das kurzfristige Fremdkapital ging noch deutlicher zurück. Im Wesent­lichen wurde diese Entwicklung geprägt durch:
    • deutlich geringere zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten (–6.199 Mio. €) infolge des Verkaufs von DB Schenker sowie
    • den Rückgang der kurzfristig fällig werdenden Finanzverbindlichkeiten (–1.344 Mio. €). Die vollständige Rückführung ausstehender Commercial Paper per 31. Dezember 2025 wurde durch Effekte aufgrund des Fälligkeitenprofils teilweise kompensiert.
    • Der Anstieg der kurzfristig fällig werdenden sonstigen Rückstellungen (+720 Mio. €; v. a. Zuführungen zu Rückstellungen im Zusammenhang mit Investitionszuschüssen, für Erlösschmälerungen bei DB Regio sowie für personalvertragliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Beschäftigungssicherung), der sonstigen Verbind­lichkeiten (+690 Mio. €; u. a. Stichtagseffekte im Zusammenhang mit nicht ver­rechneten Investitionszuschüssen sowie infolge des Fälligkeitenprofils von Schuldanerkenntnissen bei ­DB Fernverkehr) und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+670 Mio. €; u. a. bei DB InfraGO) wirkte gegenläufig teilweise kompensierend.

In der Struktur der Passivseite ist die Eigenkapitalquote gestie­gen. Gegenläufig gingen die Anteile des kurz- und langfristigen Fremdkapitals zurück.

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