Prognosebericht

Konjunkturelle Aussichten

Voraussichtliche Entwicklung / in %20252026
Welthandel+4,9+2,0
BIP Welt+3,0+3,0
BIP Euro-Raum+1,5+1,0
BIP Deutschland+0,3+0,5

Stand Februar 2026. 
Prognosen für 2026 auf halbe Prozentpunkte gerundet.
Quelle: Oxford Economics

Die Prognosen für das weltweite Wirtschaftswachstum in 2026 liegen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei zeigen die großen Handelsregionen ein heterogenes Bild: Während sich das Wachstum in Asien voraussichtlich weiter leicht abschwächt, expandiert die Wirtschaft in Nordamerika moderat. In Europa dürfte das Wachstum insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres verbleiben. Deutschland wird nach drei Jahren der Rezession und Stagnation in 2026 voraussichtlich wieder ein leichtes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Von einer nachhaltigen Trendwende kann jedoch noch nicht gesprochen werden.

Die Industrieproduktion entwickelt sich weiterhin schwach. Erhöhte Handelsbeschränkungen sowie die veränderte globale Produktions- und Nachfragestruktur, insbesondere infolge der veränderten Rolle Chinas in der Weltwirtschaft, belasten die deutsche Exportwirtschaft zusätzlich. Der private Konsum bleibt trotz einer normalisierten Inflationsrate verhalten, da die Beschäftigungsperspektiven gedämpft sind. Das Wachstum des internationalen Warenhandels dürfte sich den Prognosen zufolge aufgrund des zunehmenden Protektionismus deutlich verlangsamen.

Stützend sollte 2026 die expansive Finanzpolitik wirken. Neben deutlich zunehmenden Impulsen aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz tragen auch steigende Verteidigungsausgaben sowie steuerliche Entlastungen zur Konjunkturbelebung bei. Reformen, die an den strukturellen Ursachen der aktuellen wirtschaftlichen Schwäche ansetzen und die Transformation der deutschen Wirtschaft nachhaltig unterstützen würden, sind jedoch weiterhin nicht absehbar.

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