Prognosebericht

Güterverkehr

Voraussichtliche Marktentwicklung / in %20252026
Deutscher Güterverkehr (Basis tkm)–2,00,0
Europäischer Schienengüterverkehr (Basis tkm)–2,5+1,0

Die Daten entsprechen den per Januar 2026 verfügbaren Erkenntnissen und Einschätzungen. Prognosen für 2026 auf halbe Prozentpunkte gerundet.

Für 2026 wird eine Stabilisierung des deutschen Güterverkehrsmarktes erwartet. Der konjunkturelle Tiefpunkt dürfte überwunden sein. Die deutsche Wirtschaft und Industrieproduktion sollten durch Infrastruktur- und Verteidigungsinvestitionen aus den Sondervermögen wieder leicht an Dynamik gewinnen. Zusätzliche positive Impulse sind aus der sich erholenden Bauwirtschaft zu erwarten. Belastend wirken jedoch höhere Zölle sowie der anhaltende Wettbewerbsdruck aus Asien, insbesondere in exportorientierten Industrien wie dem Maschinenbau und der Stahlindustrie, was die Transportnachfrage dämpfen dürfte.

  • Der Schienengüterverkehrsmarkt in Deutschland dürfte auch 2026 insgesamt deutlich rückläufig sein. Anhaltend zweistellige Rückgänge bei den Kohletransporten werden voraussichtlich teilweise durch steigende Transporte von Baumaterialien ausgeglichen, begünstigt durch die Erholung der Bauwirtschaft. Die schwache Entwicklung schienenaffiner Gütergruppen aus der Stahl-, Chemie- und Automobilindustrie dürfte fortbestehen, jedoch weniger ausgeprägt ausfallen als im Vorjahr. Auch 2026 dürfte der Kombinierte Verkehr angesichts intensivierter Baumaßnahmen im deutschen Schienennetz weiter rückläufig bleiben.
  • Für 2026 wird im europäischen Schienengüterverkehr eine leichte Erholung der Transportleistung prognostiziert, nachdem es 2025 einen unerwarteten Rückgang gab. Voraussetzung ist, dass es eine Stabilisierung bei den zum Teil unerwarteten Ursachen der rückläufigen Marktentwicklung gibt. Lockerungen bei handelspolitischen Einschränkungen wirken ebenso positiv auf Konjunktur und Handel wie Entspannungen bei geopolitischen Auseinandersetzungen. Bei positiver Entwicklung der Rahmenbedingungen wird sich v. a. der Kombinierte Verkehr als Wachstumstreiber erweisen. Preis und Zuverlässigkeit spielen auch im europäischen Kontext weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs im Vergleich zur Straße. Da viele Güterverkehre grenzüberschreitend verlaufen, wird die deutliche Trassenpreissteigerung ebenso einen entsprechenden Einfluss haben wie Einschränkungen aus Bautätigkeiten am Schienennetz – v. a., wenn diese ungeplant oder ohne Alternativrouten durchgeführt werden.
  • Auch der deutsche Straßengüterverkehr dürfte sich 2026 nach dem leichten Rückgang im Vorjahr leicht erholen. Steigende Staatsausgaben und eine sich damit erholende Bauwirtschaft wirken stabilisierend auf die Verkehrsleistung. Unterstützend kommt das anhaltende Wachstum im E-Commerce hinzu.
  • Für die Binnenschifffahrt werden auch 2026 auf einem bereits niedrigen Niveau weitere, leichte Rückgänge erwartet.

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