Entwicklung der Geschäftsfelder

Entwicklung im Berichtsjahr

  • Nachfrageentwicklung annähernd stabil bei steigenden Stationsentgelten.
  • Vermietungsgeschäft erholt sich nach corona-bedingten Einschränkungen weiter.
  • Effekte aus Maßnahmen zum Energiesparenkompensieren teilweise steigende Energiepreise.
  • Maßnahmen zur Verbesserung von Qualität und Kundenzufriedenheit weiter umgesetzt.
 

DB Netze Personenbahnhöfe

2023

2022

Verände­rung

absolut

%

Personenbahnhöfe

5.399

5.401

–2

Anlagenqualität 1) in Schulnote

2,77 

2,77

Kundenzufriedenheit Verkehrsstation (Reisende/Besucher:innen) in Schulnote

2,5

2,4

+0,1

Kundenzufriedenheit Verkehrsstation (Eisenbahnverkehrsunternehmen, Aufgabenträger und Bundesländer) in Schulnote

2,8

2,6

+0,2

Kundenzufriedenheit Mieter in Schulnote

2,2

2,1

+0,1

Stationshalte in Mio.

155,6

155,9

–0,3

–0,2

davon konzernexterne Bahnen

47,1

44,6

+2,5

+5,6

Gesamtumsatz in Mio. €

1.449

1.384

+65

+4,7

davon Stationserlöse

1.020

996

+24

+2,4

davon Vermietung

377

350

+27

+7,7

Außenumsatz in Mio. €

662

593

+69

+11,6

EBITDA bereinigt in Mio. €

20

195

–175

–89,7

EBIT bereinigt in Mio. €

–150

29

–179

Brutto-Investitionen in Mio. €

1.595

1.434

+161

+11,2

Netto-Investitionen in Mio. €

505

397

+108

+27,2

Mitarbeitende per 31.12. in VZP

7.786

6.997

+ 789

+11,3

Mitarbeitende im Jahresdurchschnitt in VZP

7.389

6.972

+417

+6,0

Mitarbeitendenzufriedenheit in ZI

4,0

Frauenanteil per 31.12. in %

44,4

44,0

+0,4

Absoluter Primärenergieverbrauch (Bahnhöfe) im Vergleich zu 2010 in %

–34,3

–30,6

–3,7

1) Vorläufiger Wert.

Die Anlagenqualität lag auf stabilem Niveau.

Die Kundenzufriedenheit der Reisenden und Besucher:innen war leicht rückläufig. Die Anzahl der Befragungen liegt bei rund 80.000 Interviews pro Jahr. Die Kundenzufriedenheit der Mieter lag weiterhin auf einem hohen Niveau, verlor jedoch leicht gegenüber dem Vorjahr. Die Kundenzufriedenheit der Eisenbahnverkehrsunternehmen, Aufgabenträger und Bundesländer war ebenfalls rückläufig.

Die Stationshalte lagen trotz bau- und streikbedingter Einschränkungen nahezu auf Vorjahresniveau. Positive Effek­te aus Mehrverkehren konzernexterner Bahnen wurden überkompensiert durch Rückgänge bei konzerninternen Bahnen.

Die wirtschaftliche Entwicklung war deutlich schwächer. Der Umsatz wuchs zwar deutlich, jedoch führten höhere Aufwandssteigerungen u. a. infolge der Umsetzung zusätzlicher Maßnahmen zur Steigerung der Qualität zu einem deutlichen Rückgang der operativen Ergebnisgrößen. Zusätzliche Belas­tungen resultierten auch aus Preissteigerungen, u. a. für Energie. Das bereinigte EBIT war in der Folge deutlich negativ.

Die weitere Erholung des Vermietungsgeschäfts sowie Preiseffekte trieben die positive Ertragsentwicklung:

  • Umsatz (+4,7%/+65 Mio. €): Zuwachs ist v. a. auf eine forts­chreitende Erholung in der Vermietung nach corona-beding­ten Einbußen sowie auf dynamisierte, preisbedingt höhere Stationsentgelte zurückzuführen. Treiber waren konzernexterne Kunden aufgrund von Verkehrsübernahmen.
  • Sonstige betriebliche Erträge (–7,3%/–16 Mio. €): deutlicher Rückgang. V. a. geringere Zuschüsse im Zusam­menhang mit Förderprogrammen für die Renovierung von Stationen (Wegfall von Sonderprogrammen aus dem Vorjahr) wurden insbesondere durch Zuwächse bei der Vermarktung von Werbeflächen teilweise kompensiert.

Auf der Aufwandsseite kam es zu spürbaren Zusatzbelastungen, insbesondere im Materialaufwand:

  • Materialaufwand (+16,4%/+123 Mio. €): deutliche Zu­nah­­­me resultierte v. a. aus höheren Aufwendungen für pro­­jektbezogene Instandhaltungen (v. a. Vorleistungen) sowie Maßnahmen zur Steigerung der Qualität an un­­seren Bahnhöfen. Preis- und mengenbedingt höhere En­­ergie­aufwendungen (teilweise kompensierende Effekte aus der Strompreisbremse sind im außerordentlichen Er­gebnis ausgewiesen) wirkten zusätzlich belastend.
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen (+18,9%/+57 Mio. €): deutlicher Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der 2023 eingeführten Konzernumlage sowie aus gestiegenen Aufwendungen für IT-Projekte. Zudem führten u. a. eine wieder gestiegene Reisetätigkeit sowie preisbedingt höhere Mietaufwendungen für Fahrzeuge und Büroflächen zu zusätzlichen Belastungen.
  • Personal­auf­wand (+11,6%/+55 Mio. €): deutliche Zunahme infolge eines höheren Personalbestands sowie tarifbedingt.
  • Ab­schrei­bungen (+2,4%/+ 4 Mio. €): investiv bedingte Erhöhung.

Die Brutto-Investitionen stiegen überwiegend infolge der Modernisierung bestehender und des Baus neuer Verkehrs­statio­nen sowie der Vorfinanzierung von Bundesleistungen deutlich. Zusätzlich wirkten sich gestiegene Baukosten aus. Bei höheren Investitionszuschüssen stiegen die Netto-Investitionen weniger deutlich an.

Die Zahl der Mitarbeitenden erhöhte sich infolge eines Zuwachses insbesondere in den Bereichen Bau- und Anlagenmanagement, um die gestiegenen Investitionsvolumina umsetzen zu können.

Der Frauenanteil hat auf einem relativ hohen Niveau leicht zugenommen.

Mit der weiteren Reduzierung des absoluten Primärenergie­verbrauchs der Bahnhöfe im Vergleich zu 2010, u. a. durch den Einsatz energiesparender Technologien, z. B. LED-Applikationen für Beleuchtungsanlagen, setzte sich die positive Entwicklung weiter fort.

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