Entwicklung der Geschäftsfelder

Entwicklung im Berichtsjahr

  • Weiterer Anstieg der Reisendenzahlen, neue Verkehrsverträge und Einführung des Deutschland-Tickets prägten die Entwicklung.
  • Zusätzliche Belastungen durch höhere Kosten v. a. für Energie und Personal sowie durch Streiks und hohe Bautätigkeit im Netz.
  • Operative Ergebnisentwicklung weiter unter Druck.
 

DB Regio

2023

2022

Verände­rung

absolut

%

Pünktlichkeit Schiene in %

91,0

91,8

–0,8

Pünktlichkeit Bus in %

85,2

86,0

–0,8

Kundenzufriedenheit Schiene in Schulnote

2,2

2,2

Kundenzufrie­denheit Bus in Schulnote

2,0

2,2

–0,2

Reisende in Mio.

2.244

2.072

+172

+8,3

davon Schiene

1.697

1.605

+92

+5,7

Verkehrsleistung in Mio. Pkm

43.495

39.804

+3.691

+9,3

davon Schiene

37.485

34.754

+2.731

+7,9

Betriebsleistung Schiene in Mio. Trkm

420,3

433,7

–13,4

–3,1

Betriebsleistung Bus in Mio. Buskm

529,0

502,1

+26,9

+5,4

Gesamtumsatz in Mio. €

9.706

9.039

+667

+7,4

Außenumsatz in Mio. €

9.536

8.921

+615

+6,9

Bestellerentgelte Schiene in Mio. €

6.759

6.508

+251

+3,9

EBITDA bereinigt in Mio. €

634

619

+15

+2,4

EBIT bereinigt in Mio. €

–22

–31

+9

–29,0

Brutto-Investitionen in Mio. €

606

716

–110

–15,4

Mitarbeitende per 31.12. in VZP

39.587

37.738

+1.849

+4,9

Mitarbeitende im Jahresdurchschnitt in VZP

38.763

37.599

+1.164

+3,1

Mitarbeitendenzufriedenheit in ZI

3,7

Frauenanteil per 31.12. in %

17,1

16,9

+0,2

Spezifischer Endenergieverbrauch Schiene im Vergleich zu 2006 (bezogen auf Pkm) in %

–31,7

–23,8

–7,9

Spezifischer Endenergieverbrauch Straße im Vergleich zu 2006 (bezogen auf Buskm) in %

–1,1

–0,4

–0,7

Werte von 2022 entsprechen den im Integrierten Bericht 2022 veröffentlichten Werten für DB Regio. Konzerninterne Umhängungen hatten keinen wesentlichen Effekt auf die Kennzahlen.

Die Pünktlichkeit von DB Regio hat sich sowohl im Regionalver­kehr als auch bei den S-Bahnen insgesamt leicht verringert. Wesentliche Treiber sind hohe Bauaktivitäten mit Kapa­zi­täts­engpässen im Netz, ein höheres Störgeschehen der Infrastruk­tur sowie viele Langsamfahrstellen. In einigen Regionen führten unbesetzte Stellwerke zu weiteren Kapazitätsengpässen und Pünktlichkeitseinbußen. Des Weiteren beeinträchtigt bei den S-Bahnen in den Metropolregionen weiterhin die hohe Anzahl externer Einzelereignisse die Betriebsqualität.

Die Pünktlichkeit im Busverkehr hat sich ebenfalls leicht verringert, u. a. bedingt durch die angespannte Personal­situation.

Die Entwicklung der Kundenzufriedenheit war uneinheitlich:

  • DB Regio Schiene: Die Zufriedenheit der Fahrgäste mit der aktuellen Fahrt (vormals Gesamtzufriedenheit) blieb 2023 insgesamt stabil. Während der Regionalverkehr unverändert bei 2,2 lag, sanken die Zufriedenheitswerte der S-Bahnen mit der aktuellen Fahrt leicht auf 2,2. Kerntreiber war die Entwicklung der Pünktlichkeit.
  • DB Regio Straße: Die Zufriedenheit mit der aktuellen Fahrt bei den Busgesellschaften hat sich leicht verbessert.

Die Leistungsentwicklung war sehr erfreulich:

  • DB Regio Schiene: Die Zahl der Reisenden und die Verkehrsleistung entwickelten sich v. a. getrieben durch die Nachfrageerholung, nachdem 2022 noch phasenweise durch Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geprägt war, sowie die Einführung des Deutschland-Tickets im Mai 2023 posi­­tiv. Der Wegfall des 9-Euro-Tickets (im Zeitraum Juni bis August 2022 verfügbar) wirkte dämpfend.
  • DB Regio Straße: Auch hier schwächten sich die negativen Coro­na-­Effekte weiter ab. Unterstützend wirkten Aus­­­schreibungsgewinne, sodass die Leistungsentwicklung im Busverkehr eben­falls deutlich positiv war.

Die wirtschaftliche Entwicklung von DB Regio war besser, blieb aber unter Druck. Der Ertragszuwachs wurde durch zusätzliche Belastungen insbesondere in der Sparte DB Regio Schiene, u. a. aus gestiegenen Energiekosten und Streiks, teilweise aufgezehrt. Die operativen Ergebnisgrößen verbesserten sich weiter, das bereinigte EBIT war aber weiterhin negativ.

Die Ertragsentwicklung war positiv:

  • Umsatz (+7,4%/+667 Mio.€): Der Anstieg resultierte v. a. aus höheren Bestellerentgelten, nachfragebedingt gestiegenen Fahrgelderlösen im Schienenverkehr sowie aus Leistungsgewinnen im Busverkehr. Fahrgeldeffekte im Zusammenhang mit der Einführung des Deutschland-Tickets ab Mai 2023 wurden durch Ausgleichszahlungen nahezu vollständig ausgeglichen.
  • Sonstige betriebliche Erträge (–15,1%/–145 Mio. €): Abnahme v. a. infolge des Wegfalls von staatlichen Zu­schüs­­sen aus der Branchenlösung für den öffentlichen Personennahverkehr, die zum Ausgleich von Corona-Schäden diente. Gegenläufig erhöhend wirkten Effekte aus einer geänderten Leistungsverrechnung infolge der Einführung des Deutschlandtarifverbunds (Gegeneffekt im Materialaufwand) sowie höhere Schadenersatzzahlungen.

Auf der Aufwandsseite kam es zu zusätzlichen Belastungen v. a. infolge von nachfrage- und preisbedingten Steigerungen des Materialaufwands sowie eines u. a. tarifbedingt höheren Personalaufwands:

  • Materialaufwand (+4,8%/+298 Mio. €): deutliche Zunahme im Wesentlichen infolge preisbedingt höherer Aufwendungen für Energie (auch unter Berücksichtigung von Zahlungen aus der Strompreisbremse) und höherer eingekaufter Transportleistungen. Die Aufwendungen für Instandhaltung und Revisionen stiegen zudem preis- und mengenbedingt an. Volumenbedingt geringere Aufwendungen für die Nutzung von Trassen und Stationen im Schienenverkehr wirkten teilweise dämpfend.
  • Personalaufwand (+6,9%/+163 Mio. €): spürbarer An­­stieg v. a. tarif­be­dingt sowie infolge einer höheren durch­schnitt­lichen Mitarbeitendenzahl.
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen (+8,8%/+80 Mio. €): Erhöhung getrieben durch die in 2023 eingeführte Konzernumlage sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur Digitalisierung, zur Erhöhung der Fahrzeugverfügbarkeit und zur Reisendenbetreuung infolge der angespannten infrastrukturellen Lage. Dämpfend wirkten geringere Zuführungen zu Drohverlustrückstellungen.
  • Abschreibungen (+0,9%/+ 6 Mio. €): Investitionsbeding­te Zunahme, getrieben durch die Sparte DB Regio Straße.

Die Investitionstätigkeit sank entsprechend den Anforderungen aus gewonnenen Verkehrsverträgen.

Die Zahl der Mitarbeitenden lag leistungsbedingt über dem Niveau per 31. Dezember 2022. Die Integration von ioki wirkte zusätzlich erhöhend.

Der Frauenanteil lag leicht über dem Niveau des Vorjahresendes.

2023 ist der spezifische Endenergieverbrauch auf der Schiene im Vergleich zu 2006 gesunken. Die Auslastung erreichte noch nicht wieder das Vor-Corona-Niveau, jedoch wur­­den im Bereich der Energieeffizienz deutliche Verbesserungen erzielt. Ursächlich hierfür war hauptsächlich die Weiterentwicklung des Regioenergiesparsystems (RESY), die 2023 eine Einsparung von 2,9 Mio. l Diesel erbrachte. Außerdem wurden Triebfahrzeugführer:innen monatlich durch einen Auszug zu ihrer energiesparenden Fahrweise für das Thema Energieeffizienz sensibilisiert. Des Weiteren fanden Begleitfahrten, regelmäßige Fortbildungen und Kommunikationsmaßnahmen zum Thema Energiesparen und Fahrstrategien statt.

  • Weiterer Anstieg der Reisendenzahlen v. a. durch Einführung Deutschland-Ticket.
  • Zusätzliche Belastungen durch höhere Kosten insbesondere für Energie sowie durch Streiks und eine hohe Bautätigkeit im Netz.
  • Angespannte Personalsituation führt zu Zugausfällen.

Sparte DB REGIO Schiene

2023

2022

Verände­rung

absolut

%

Reisende in Mio.

1.697

1.605

+92

+5,7

Verkehrsleistung in Mio. Pkm

37.485

34.754

+2.731

+7,9

Betriebsleistung in Mio. Trkm

420,3

433,7

–13,4

–3,1

Gesamtumsatz in Mio. €

8.371

7.878

+493

+6,3

Außenumsatz in Mio. €

8.254

7.769

+485

+6,2

Bestellerentgelte Schiene in Mio. €

6.759

6.508

+251

+3,9

EBITDA bereinigt in Mio. €

626

698

–72

–10,3

EBIT bereinigt in Mio. €

63

134

–71

–53,0

Brutto-Investitionen in Mio. €

414

589

–175

–29,7

Mitarbeitende per 31.12. in VZP

28.883

28.076

+807

+2,9

Die Nachfrageerholung setzte sich 2023 weiter fort. Die Einführung des Deutschland-Tickets hatte einen spürbar posi­tiven Effekt auf die Verkehrsleistung, der durch den Wegfall des 9-Euro-Tickets gedämpft wurde. Die Zahl der Reisenden und die Verkehrsleistung stiegen in der Folge deutlich. Die Betriebsleistung sank durch die Abgabe einzelner Verkehre und streikbedingt leicht.

Die wirtschaftliche Entwicklung blieb herausfordernd. Die positive Umsatzentwicklung wurde durch Aufwandssteigerungen mehr als aufgezehrt:

  • Die Erträge stiegen unterproportional an: Im Wesentlichen wurde dies getrieben durch leistungsbedingt höhere Fahrgelderlöse sowie höhere Bestellerentgelte. Dämpfend wirkten v. a. der Wegfall des Ausgleichsmechanismus der Branchenlösung für den ÖPNV sowie gestiege­ne Entschädigungszahlungen infolge einer schwächeren Betriebsqualität und die Streiks der EVG und der GDL.
  • Die Aufwandsseite stieg hingegen deutlich an. Dies folgte v. a. aus einem tarif- und leistungsbedingt höheren Personalaufwand sowie baubedingt gestiegenen Aufwendungen für Schienenersatzverkehre. Preiserhöhungen für Energie, die in 2023 eingeführte Konzernumlage sowie Maßnahmen zur Digitalisierung wirkten ebenfalls aufwandserhöhend.

Die Investitionstätigkeit entwickelte sich entsprechend den Anforderungen aus gewonnenen Verkehrsverträgen und war deutlich niedriger.

Die Mitarbeitendenzahl stieg infolge anhaltend hoher Personalbedarfe leicht an.

  • Bündelung von ioki und den Busaktivitäten für ein integriertes Mobilitätsangebot.
  • Leistungsgewinne treiben die Umsatzentwicklung.
  • Aufwandserhöhungen durch inflationsbedingt höhere Kosten insbesondere für eingekaufte Transportleistungen sowie tarifbedingt für Personal.

Sparte DB REGIO strasse

2023

2022

Verände­rung

absolut

%

Reisende in Mio.

546,8

467,2

+79,6

+17,0

Verkehrsleistung in Mio. Pkm

6.010

5.049

+961

+19,0

Betriebsleistung in Mio. Buskm

529,0

502,1

+26,9

+5,4

Gesamtumsatz in Mio. €

1.601

1.344

+257

+19,1

Außenumsatz in Mio. €

1.282

1.152

+130

+11,3

EBITDA bereinigt in Mio. €

7

–79

+86

EBIT bereinigt in Mio. €

–86

–165

+79

–47,9

Brutto-Investitionen in Mio. €

192

126

+66

+52,4

Mitarbeitende per 31.12. in VZP

10.704

9.661

+1.043

+10,8

Werte von 2022 entsprechen den im Integrierten Bericht 2022 veröffentlichten Werten der Sparte Bus von DB Regio. Konzerninterne Umhängungen hatten keinen wesentlichen Effekt auf die Kennzahlen.

Die deutlich positive Leistungsentwicklung im Busverkehr resultierte aus Leistungsgewinnen und der fortschreitenden Nachfrageerholung.

Die operativen Ergebnisgrößen verbesserten sich deutlich. Die wirtschaftliche Situation bleibt aber herausfordernd:

  • Die Erträge stiegen infolge der Leistungsentwicklung an, insbesondere durch Ausschreibungsgewinne und Schienenersatzverkehre sowie Preisgleitung. Dämpfend wirkten geringere staatliche Zuschüsse.
  • Der Aufwand stieg deutlich schwächer als die Erträge. Aufwandstreiber waren v. a. preis- und leistungsbedingt höhe­ren Aufwendungen für eingekaufte Transportleistungen sowie Instandhaltung. Ebenso nahm der Personalaufwand aufgrund der höheren durchschnittlichen Mitarbeitenden­zahl sowie tarifbedingt zu. Bei den Aufwendungen für Die­­sel glichen sich aufwandserhöhende Mengen- und positive Preiseffekte nahezu vollständig aus. Dämpfend wirkte eine geringere Zuführung zu Drohverlustrückstellungen.

Die Investitionen stiegen aufgrund von Leistungsgewinnen deutlich an.

Die Mitarbeitendenzahl stieg leistungsbedingt sowie infolge der Integration von ioki.

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